0:1: Aue verliert durch blödes Eigentor gegen Köln

Aue - Das dritte Heimspiel in Folge ohne eigenen Torerfolg! Der FC Erzgebirge verlor seinen Nachholer gegen den neuen Spitzenreiter aus Köln vor 13089 Zuschauern mit 0:1 (0:1).

 Aues Malcolm Cacutalua (l) im Zweikampf mit Kölns Jhon Cordoba.
Aues Malcolm Cacutalua (l) im Zweikampf mit Kölns Jhon Cordoba.  © DPA

Aue fehlte gegen den 1. FC nach einer furiosen Startphase einfach der Mut gegen keineswegs sattelfeste Gäste. Die Veilchen erstarrten zu oft vor Ehrfurcht.

Standing Ovation gab es vorm Spiel. Christian Tiffert wurde offziell verabschiedet. Das ganze Stadion erhob sich und applaudierte dem 37-Jährigen, der dreieinhalb Jahre in Lila spielte, minutenlang.

Applaus gab es auch 90 Sekunden nach dem Anpfiff: Flip Kusic schnappte sich die Kugel am eigenen 16er und sprintete los. Sein Solo endete fünf Meter vorm Kölner Tor am Fuß des überragend parierenden Timo Horn.

Zwei Minuten später traf Jan Hochscheidt die Kugel elf Meter vorm Gehäuse den Ball nicht voll. Wieder vergingen nur wenige Augenblicke, da scheiterte Simon Terodde aus Nahdistanz an FCE-Keper Martin Männel. Was für eine Startphase!

An ihm lag es nicht: Martin Männel schnappt sich den Ball nach einer Flanke.
An ihm lag es nicht: Martin Männel schnappt sich den Ball nach einer Flanke.

Doch beide merkten, wie stark die Offensive hüben wie drüben agierte und nahm das Tempo nicht nur ein bisschen heraus. Zwischen der 11. und 16. Minute spielten sich die Auer den Ball am eigenen Strafraum ungestört hin und her!

Der 1. FC kam bis zur 36. Minute überhaupt nicht mehr vors Tor der Gastgeber, dann aber richtig: Eine Ecke von Johannes Geis köpfte Terodde, Männel parierte überragend. Aber irgendwie stocherte Fabian Kalig im Verbund mit Marco Höger die Kugel ins eigene Netz. Was für ein dummes Murmeltor. Von da an war der FCE von der Rolle und konnte sich bei seinem Kapitän bedanken, dass es mit einem 0:1 in die Pause ging.

Die Veilchen sortierten sich nach Wiederanpfiff zwar wieder in der Defensive, leistete sich aber zu viele Fehler. Köln ließ Ball und Gegner laufen, klärte alles vor der Mittellinie, blieb dabei aber ungefährlich. Ein erstes und letztes Lebenszeichen sendete Hochscheidt (60.), dessen Schlenzer aus 13 Metern Horn wieder vom Feinsten wegfischte. Beide Torhüter brillierten in dem Spiel.

Was bei Aue aber fehlte, waren die Aktionen über Außen. Weder Calogero Rizzuto noch Kalig konnte etwas bewegen. So hatten die Gäste zu oft leichtes Spiel, um die Situationen zu klären, weil sie sich nur auf die Mitte konzentrieren und dadurch nicht eine einzige gefährliche Situation mehr überstehen mussten.

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