Aue: "Kein Angebot für Testroet", Michael Voigt bleibt gelassen

Aue - Manchmal atmet man schon schwer und bekommt leichte Hitzewallungen, wenn man sieht, wie die Zweitligisten aufrüsten. Und dann geht der Blick zum FC Erzgebirge Aue. Keine Zugänge, keine Abgänge.

Sein 15. und letzte Saisontor: Pascal Testroet traf in Regensburg zur 1:0-Führung. Aue siegte 3:1 und sicherte sich beim SSV Jahn den Klassenerhalt.
Sein 15. und letzte Saisontor: Pascal Testroet traf in Regensburg zur 1:0-Führung. Aue siegte 3:1 und sicherte sich beim SSV Jahn den Klassenerhalt.  © Picture Point / Sven Sonntag

Obwohl das in Person von Pascal Testroet sogar gut ist. FCE-Geschäftsführer Michael Voigt lehnt sich bei diesem Thema entspannt zurück, nimmt die Hände hinter den Kopf und sagt: "Da passiert auch nichts."

Trainer Daniel Meyer hat Befürchtungen, dass Testroet den Verein nach zehn Monaten schon wieder verlassen könnte.

"Paco" hat 15 Tore geschossen und damit eins mehr als das Dynamo-Sturm-Trio Moussa Kone, Lucas Röser und Osman Altigan zusammen. In Dresden wurde er im Sommer 2018 nicht mehr benötigt, wechselte nach dem 1. Spieltag ins Erzgebirge.

In Aue spielte er die beste Saison seiner Laufbahn. "Ich weiß, dass er beobachtet wird", so Meyer. Er hat Angst, dass gut betuchte Vereine aus dem In- und Ausland die Schatulle aufmachen und Testroet aus seinem Vertrag herauskaufen könnten.

Verträge sind ja heutzutage bei einigen Profis und deren Beratern das Papier nicht wert, auf dem das Gedruckte steht.

Bleiben auch ruhig, wenn vielen Fans schon Bange wird: FCE-Geschäftsführer Michael Voigt (r.) und Präsident Helge Leonhardt planen die neue Saison.
Bleiben auch ruhig, wenn vielen Fans schon Bange wird: FCE-Geschäftsführer Michael Voigt (r.) und Präsident Helge Leonhardt planen die neue Saison.  © Picture Point / Sven Sonntag

Voigt lächelt bei diesen Worten einfach nur milde. Der 46-Jährige legt selbst bei dem Thema eine bemerkenswerte Gelassenheit an den Tag. Eine, die man wahrscheinlich in seinem Job benötigt.

Voigt schüttelt den Kopf, rutscht mit seinem Stuhl an den Tisch, legt die Hände ab: "Verständlich, dass Daniel bisschen Sorgen um Pascal hat. War ja auch eine große Saison von ihm. Aber da passiert nichts, gar nichts. Pascal hat einen Vertrag bis 2021 bei uns unterschrieben, er hat keine Klausel drin stehen. Es kommt doch noch dazu, dass er sich mit seiner Familie im Erzgebirge pudelwohl fühlt", schiebt Voigt allen Spekulationen einen Riegel vor.

Dennoch können Spieler auch ohne Klausel aus einem Vertrag herausgekauft werden. "Das ist richtig", sagt Voigt. "Das würde dann aber richtig viel Geld kosten und das wissen die Vereine auch. Klar gibt es immer wieder Gerüchte, wir haben auch davon gehört. Stand jetzt kann ich sagen: Offiziell gibt es kein Angebot für Pascal", erklärt Voigt.

"Ich gehe zu 100 Prozent davon aus, dass er in der kommenden Saison seine Tore für uns schießt", sagt der Geschäftsführer und lehnt sich wieder ganz entspannt und lächelnd zurück in seinen Bürostuhl.

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