Aue-Kicker Riese und Fandrich: Fehlt einer, herrscht Unordnung im Spiel

Aue - Gut so: Die "Zwillinge" im Mittelfeld des FC Erzgebirge Aue sind zum Derby am 1. April gegen Dynamo Dresden wieder vereint. Wird das Pärchen auseinander gerissen, funktioniert das Spiel der Veilchen nicht.

Vor den Auer Karren gespannt: Clemens Fandrich (l.) und Philipp Riese sind für die Ordnung im Mittelfeld unverzichtbar.
Vor den Auer Karren gespannt: Clemens Fandrich (l.) und Philipp Riese sind für die Ordnung im Mittelfeld unverzichtbar.  © Picture Point/S. Sonntag

Nur wenn Philipp Riese und Clemens Fandrich zusammen auf den Sechser-Positionen agieren, herrscht Ordnung.

Riese fehlte gegen Ingolstadt gelbgesperrt - 0:3! Fandrich musste aus selbigem Grund in Kiel passen - 1:5!

Trainer Daniel Meyer ist das ebenfalls aufgefallen: Fällt einer von beiden aus, fühlt sich der andere nicht wohl. Die beiden brauchen sich. Zwillinge eben.

"Das kann man durchaus so sehen", sagt der Coach. "Die zwei spielen jetzt schon so lange zusammen. Sie vertrauen sich blind. Da muss der eine nicht schauen, wo der andere ist. Sie wissen es. Der eine sichert den anderen ab, sie kennen ihre Laufwege", lobt Meyer seine Sechser.

"Kiel ist da ein gutes Beispiel. Philipp fühlte sich hin und wieder unsicher, da fehlte die Ordnung. Gerade beim Tor zum 0:2. So frei spaziert sonst keiner durch unser Mittelfeld", so Meyer.

Zusammen gegen Sandhausens Andrew Wooten (l.): Clemens Fandrich (r.) und Philipp Riese nehmen dem gegnerischen Stürmer den Ball und leiten am Mittelkreis den Gegenangriff ein.
Zusammen gegen Sandhausens Andrew Wooten (l.): Clemens Fandrich (r.) und Philipp Riese nehmen dem gegnerischen Stürmer den Ball und leiten am Mittelkreis den Gegenangriff ein.  © Picture Point/S. Sonntag

Beide - Riese und Fandrich - sind für das System von Meyer enorm wichtig. "Das unterschätzen viele, weil sie auch eher unauffällig agieren. Aber was sie auf dem Platz machen, hat Hand und Fuß. Gerade bei ,Fanne' ist das so. Wie er die Gegenspieler anläuft, so oft das Pressing eröffnet und ins Umschaltspiel kommt, ist hervorragend. Und Philipp weiß er in seinem Rücken. Wertvoll für mich", so Meyer über das Duo.

Überragend haben die beiden das vor allem bei den jüngsten Siegen auf St. Pauli (2:1), in Sandhausen (3:0) und auch gegen Paderborn (2:1) gemacht.

Sie fangen die Bälle ab, kurbeln die Partie an, leiten Angriffe ein und bestimmen zusammen mit Jan Hochscheidt den Rhythmus des Auer Spiels.

Natürlich gab es auch schon etliche Partien, in denen Fandrich und Riese zusammen auf dem Rasen standen und der FCE dennoch verlor.

Aber mit dem Duo sind die Chancen größer. Die nackten Zahlen beweisen das: Standen beide in dieser Saison in der Startelf, holte Aue 25 Punkte.

Fehlte einer, gelangen nur sieben Zähler. Daher hat Meyer Recht: "Das Duo ist unverzichtbar für uns."

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0