Trotz gezwungener Wechsel: Aues Abwehr steht wie eine eins!

Aue - Auch wenn sich Aue in Magdeburg (0:1) und gegen Ingolstadt (0:3) zwei Aussetzer geleistet hat, kann sich die Bilanz nach sieben Spielen der Rückrunde sehen lassen.

FCE-Trainer Daniel Meyer kann sich auf seine Leute verlassen - so wie auf Dominik Wydra
FCE-Trainer Daniel Meyer kann sich auf seine Leute verlassen - so wie auf Dominik Wydra  © picture point/Sven Sonntag

Die zehn Punkte sind auch Ausdruck einer starken defensiven Leistung. Das war nach dem Abgang von Nicolai Rapp und der Knie-Verletzung von Steve Breitkreuz nicht zu erwarten.

3:0 gegen Union (noch mit Rapp und Breitkreuz), 2:1 auf St. Pauli, 3:0 in Sandhausen und das 0:0 gegen Duisburg.

Bei den eingefahrenen Punkten kassierte Aue nur ein einziges Gegentor.

Wie schon in der Vorrunde schaffte der FCE nach der Pleite gegen Ingolstadt den Turnaround vor allem dank einer starken Abwehr. In den vier Partien danach gab es nur zwei Gegentreffer.

Und das, obwohl Trainer Daniel Meyer durch Sperren und Verletzungen immer wieder die Abwehrreihe ändern musste.

Nie spielten die gleichen drei Profis in der kommenden Partie wieder zusammen.

Mittlerweile kann er hinten aufstellen, wen er will - es funktioniert. Die Spieler haben das System Meyer allesamt verinnerlicht.

Im Türkei-Camp bestand die Abwehr-Mauer noch aus diesen sechs Mann (v.l.): Filip Kusic, Fabian Kalig, Steve Breitkreuz, Dominik Wydra, Malcolm Cacutalua und Dennis Kempe. Breitkreuz fehlt weiter verletzt, auch Kempe fehlte zuletzt angeschlagen.
Im Türkei-Camp bestand die Abwehr-Mauer noch aus diesen sechs Mann (v.l.): Filip Kusic, Fabian Kalig, Steve Breitkreuz, Dominik Wydra, Malcolm Cacutalua und Dennis Kempe. Breitkreuz fehlt weiter verletzt, auch Kempe fehlte zuletzt angeschlagen.  © picture point/Sven Sonntag

Dominik Wydra überzeugte als Abwehrchef genauso wie Louis Samson.

Malcolm Cacutalua spielte seinen Part in der Innenverteidigung genauso souverän wie Filip Kusic oder Fabian Kalig.

"Davor kann ich nur den Hut ziehen", so Meyer. "Die Jungs machen das schon gut. Wenn man darüber nachdenkt, dass wir rein von den Ausfällen her in dieser Reihe die größten Probleme haben, dann ist das schon brutal gut, was sie da abreißen."

Gerade in Sandhausen, aber auch schon zuvor beim 0:1 gegen Köln, war zu sehen: Da wird keiner hektisch, spielt planlose Bälle oder lässt sich in Dribblings zwingen.

Beim SVS war das in Verbindung mit dem defensiven Mittelfeld souverän. Der Gastgeber kam zu keiner zwingenden Torchance. Das meiste wurde geklärt, bevor Martin Männel eingreifen musste.

"Das war schon in der Vorrunde unser Grundstein, ist es jetzt wieder und das soll auch so bleiben", sagt Meyer.

"Wir werden keinen Gegner in der Liga einfach so überrennen. Also müssen wir es über eine starke Defensive verbunden mit viel Ballbesitz klären. Haben wir das Leder, kann uns nichts passieren", erklärt der 39-Jährige.

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