Schwache Auer verlieren trotz Führung das Sachsenderby!

Aue - Was für ein unerklärlicher Leistungsabfall! Das war erneut desaströs. Der FC Erzgebirge Aue verlor das Sachsenderby gegen Dynamo Dresden mit 1:3 (1:0).

Aues Torschütze Philipp Zulechner und Teamkollege Jan Hochscheidt bejubeln die zwischenzeitliche 1:0-Führung des FCE.
Aues Torschütze Philipp Zulechner und Teamkollege Jan Hochscheidt bejubeln die zwischenzeitliche 1:0-Führung des FCE.  © Picture Point/S. Sonntag

Nach einer 1:0-Führung in Halbzeit eins durch Philipp Zulechner (27.), brach Aue in Durchgang zwei völlig ein und kassierte vor 14.550 Zuschauern durch Tore von Lucas Röser (50. ), Justin Löwe (81.) und Erich Berko (90.) eine verdiente Pleite.

Was für ein Gemurkse nach einer Führung gegen einen 45 Minuten lang verunsicherten und mauernden Gegner. So wird es wieder eng im Kampf um den Klassenerhalt.

Beide Trainer überraschten mit der Aufstellung. Bei Aue fehlten Emmanuel Iyoha und Florian Krüger. Dafür gab Philipp Zulechner sein Startelfdebüt, was sich als goldrichtig herausstellen sollte.

Bei Dynamo fehlte Moussa Koné. Warum, das war sofort nach dem Anpfiff klar. Dresden spielte in allerfeinster Domenico-Tedesco-Manier, agierte immer mit fünf, meistens mit sechs Kickern auf einer Linie! Davor sicherte eine weitere Dreier-Reihe, nur Erich Berko spielte weiter vorn.

So war die Begegnung rassig, intensiv, hochemotional, aber auch chancenarm. Zumindest eine knappe halbe Stunde, dann bebte das weite Rund.

Haltungsnote eins für Aue-Stürmer Pascal Testroet (Zweiter von rechts) im Duell mit Dresdens Rico Benatelli.
Haltungsnote eins für Aue-Stürmer Pascal Testroet (Zweiter von rechts) im Duell mit Dresdens Rico Benatelli.  © Picture Point/S. Sonntag

Pascal Testroet machte in der Mitte den Ball fest, spielte zu Calogero Rizzuto, der das Leder raus zu Philipp Riese legte.

Dessen butterweiche Flanke fand den anderen Philipp. Zulechner hatte sich zwischen Florian Ballas und Dario Dumic hochgeschraubt und verlängerte die Kugel ins Tor - 1:0 (27.).

Drei Minuten später fast das Tor des Jahres: Jan Hochscheidt schoss einen Freistoß von kurz hinter der Line aufs Dynamo-Tor. Markus Schubert eilte zurück und rettete mit einer gigantischen Flugeinlage - zweimal Note 1+!

Nach der Pause kam bei Aue Iyoha für Zulechner, bei Dresden Haris Duljevic für den blassen Rico Bentatelli.

Dresden löste sich jetzt aus der defensiven Grundhaltung. Das funktionierte sofort. Duljevic schickte Linus Wahlqvist, der enteilte Robert Herrmann, der ins Leere grätschte. Er passte mustergültig auf Lucas Röser (50.), der die Kugel mit der Hacke versenkte. Wunderschön anzuschauen, aber Tiefschlaf beim FCE.

Nun war Dresden obenauf, Aue bekam keinen Zugriff mehr und lief nur noch hinterher. Eine (!) Chance erspielte sich Aue in Durchgang zwei. Eine! Da flankte der eingewechselte Florian Krüger, doch Schubert kratzte Testroets Kopfball sensationell aus dem Eck (79.).

Im Gegenzug pennte Aue total. Wieder mal ein Gegentor nach einer Ecke, zum Mäusemelken! Justin Löwe, 120 Sekunden im Spiel, nahm den abgewehrten Ball direkt. Männel reagierte gar nicht erst - 1:2 (81.). Den Deckel drauf machte Berko mit dem 1:3 nach einem Konter.

Ex-Dynamo-Stürmer Pascal Testroet konnte es nicht fassen: Aue gab eine 1:0-Führung noch aus der Hand und verlor am Ende mit 1:3!
Ex-Dynamo-Stürmer Pascal Testroet konnte es nicht fassen: Aue gab eine 1:0-Führung noch aus der Hand und verlor am Ende mit 1:3!  © Picture Point/S. Sonntag

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