Vor dem Derby gegen Dresden war das 1:5 ein lauter Warnschuss für Aue

Aue - Acht Stunden im Bus nach Hause, Mitternacht mal kurz angestoßen auf den 31. Geburtstag von Kapitän Martin Männel. Aber viel mehr feiern war nach dem 1:5-Debakel in Kiel nicht angesagt und vor allem nicht angebracht. Vor dem Derby gegen Dresden am 1. April "war das wohl ein Warnschuss", wie es FCE-Verteidiger Fabian Kalig nach der Partie sagte.

Martin Männel musste in Kiel gleich fünfmal hinter sich greifen.
Martin Männel musste in Kiel gleich fünfmal hinter sich greifen.  © picture point/Sven Sonntag

Vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt. Nach sieben Punkten am Stück wurde Aue vom Wind und stürmischen Kielern förmlich aus der Luft geholt. "Das schärft jetzt nochmal die Sinne. Viele, die im Vorjahr dabei waren, wissen wie schwer es wird, die letzten fehlenden Punkte zu holen. Von daher war es genau der Hallo-Wach-Effekt, den wir gebraucht haben", so Kalig, der nicht sein bestes Spiel abgeliefert hat. Doch damit war er nicht alleine. Nur die wenigsten kamen an ihr eigentliches Niveau heran, der Rest blieb vieles schuldig.

"Wenn wir was Positives mitnehmen wollen, kann man schon sagen, wir waren vorher sehr zufrieden mit unserer Situation, haben immer noch eine gute Ausgangsposition. Jetzt ist eine lange Länderspielpause. Ich glaube, dass keiner nachlässig ist", so Trainer Daniel Meyer. "Wir haben noch acht Spiele vor der Brust. Alle sind wieder sensibilisiert. Jeder weiß, wie schnell es in die andere Richtung gehen kann", schloss er an die Worte von Kalig an. "Es war ein Hallo-Wach-Effekt, den wir uns so nicht gewünscht haben, aber jetzt ist er da. Wir können damit umgehen."

Für den Trainer hatte die Partie zwei Knackpunkte. Der eine dauerte von der 6. bis zur 9. Minute. "Bei den ersten beiden Gegentoren waren wir noch gar nicht drin, haben uns dann aber zurückgekämpft. Zur Pause war das okay", so Meyer. Aber dann kam der zweite Knackpunkt rund um das 3:1 der Holsteiner. "Du rutschts aus, verlierst drei Pressschläge und dann liegt der Ball bei uns im Tor. Im Gegenzug kriegst du ein Geschenk und nimmst es nicht mit. Da gingen dann die Köpfe bei den Jungs runter. Du kannst in Kiel verlieren, aber 1:5 ist schon heftig", sagte der Coach.

Er hat jetzt zwei Wochen Zeit, seine Mannen wieder aufzubauen. Nicht nur er weiß, so einen Auftritt wie in Kiel darf sich die Mannschaft gegen Dynamo nicht erlauben.

Ole Käuper nach dem Spiel.
Ole Käuper nach dem Spiel.  © picture point/Sven Sonntag

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