Platz zwei! Adler lässt Aue jubeln

Das Tor für die Auer zum 1:0.
Das Tor für die Auer zum 1:0.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Da waren sie wieder, die Minimalisten! Der FC Erzgebirge gewann am Freitagabend das Ostderby vor 9550 Zuschauern gegen Energie Cottbus mit 1:0 (1:0). Das Tor des Tages schoss Nicky Adler.

Mit nur sieben geschossenen Treffern übernachtet Aue nach dem fünften Saisonsieg auf Rang zwei. Die "Veilchen" sind jetzt saisonübergreifend acht Pflichtspiele daheim ohne Gegentor. Der Dreier war verdient, weil der Gastgeber mehr fürs Spiel tat und die deutlich besseren Chancen hatten. Aber wie er die wieder verdattelte war zum Haareraufen.

Aue übernahm von der ersten Sekunde an das Kommando, Cottbus überließ dem FCE freiwillig das Feld. Das stellte den Gastgeber vor Probleme, da Energie massiv hinten drin stand und herzlich zu Werke ging.

Nicky Adler (Mitte) bejubelt das 1:0.
Nicky Adler (Mitte) bejubelt das 1:0.

Im Spiel fehlte das Tempo, das überraschende Momentum, schlichtweg die Struktur. Gelungene Kombinationen gab es in der ersten Hälfte selten zu sehen. Außerdem waren wieder mal deutlich zu viele Abspielfehler drin.

Wenn etwas ging, dann nur über Standards oder Einzelaktionen. Steve Breitkreuz (15.) im Anschluss an einen Freistoß und Nicky Adler (28.) nach einem Sturmlauf von Björn Kluft verzogen nur um Haaresbreite. Vier Minuten später wurde der Adler dann doch flügge, er traf zum 1:0.

Gleichzeitig war es der beste Spielzug bis dahin. Flüssig lief der Ball durchs Mittelfeld, Kluft startete durch und passte, Calogero Rizzuto drosch die Kugel aus 16 Metern schräg vor dem Tor auf den Kasten, Adler flog in den Ball und drückte ihn über die Linie. Völlig verrückt: Es war inklusive Pokal das achte FCE-Tor und es war der achte Schütze.

Mit Beginn der zweiten Hälfte wollten Cottbusser Idioten ihrer Truppe Feuer unterm Hintern machen. Sie zündeten eine Rauchbombe nach der anderen und schossen Feuerwerksraketen aufs Spielfeld. Schiedsrichter Florian Badstübner (Windsbach) unterbrach die Partie für fünf Minuten, dann ging es im dichten Nebel weiter.

Das erste fußballerische Achtungszeichen setzten Simon Handle und Rene Renno (56.). Der Auer schoss aus 17 Metern, der Cottbusser Keeper fischte das Ding grandios aus dem Winkel. Aber auch auf der anderen Seite wurde es nun gefährlicher, Energie musste ja auch.

Plötzlich kam Joni Kauko (61.) frei aus sechs Metern zum Schuss, aber auch Martin Männel erwies sich einmal mehr als Meister seines Fachs. Noch einmal zittern mussten die Aue-Fans in der 90. Minute, als Richard Sukuta-Pasu frei vor Männel auftauchte, dieser aber grandios.

Da der FCE erneut furchtbare Konter fuhr, den Sack nicht zumachte, wussten alle, wo sie sich für den Dreier zu bedanken hatten: Bei ihrem Kapitän!

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0