Stolperstein für Aue im DFB-Pokal? Das ist Gegner Wacker Nordhausen

Aue - Dieses Los ist alles andere als leicht! Der FC Erzgebirge Aue muss in der 1. Runde des DFB-Pokals auswärts beim ambitionierten Viertligisten FSV Wacker Nordhausen antreten.

Der Abgang von Kapitän Jerome Propheter (l.) schmerzt den FSV Wacker Nordhausen.
Der Abgang von Kapitän Jerome Propheter (l.) schmerzt den FSV Wacker Nordhausen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Der Regionalliga-Dritte der vergangenen Saison holte in der abgelaufenen Spielzeit 64 Punkte bei einem Torverhältnis von 59:38.

Das kommt nicht von ungefähr. Denn Wacker verfügt über einen gut bestückten Kader, der an einem guten Tag durchaus auch einem Zweitligisten Probleme bereiten kann.

Im Tor etwa steht mit Jan Glinker ein Keeper, der auf die Erfahrung von 87 Zweit- und 122 Drittliga-Spielen zurückgreifen kann und auch im Alter von 35 Jahren noch ein sicherer Rückhalt ist.

Allerdings musste die Mannschaft von Lok-Leipzig-Legende Heiko Scholz einen herben Verlust in der Innenverteidigung hinnehmen: Kapitän und Leistungsträger Jerome Propheter verlässt den Verein und wechselt zu Rot-Weiß Oberhausen in die Regionalliga West.

Vermutlich wird hier aber noch entsprechender Ersatz verpflichtet. Doch auch so verfügt Nordhausen über eine hohe spielerische und individuelle Klasse, sodass die Mannschaft auf Drittliga-Niveau einzuordnen ist.

Im Sturm ist mit Carsten Kammlott ein bekanntes Gesicht zu finden. Er war in der vergangenen Saison der Top-Torjäger des FSV, spielte lange Jahre für Erfurt und RB Leipzig und kam auf 16 Treffer in 33 Liga-Partien . Dabei legte er auch noch sieben Mal für seine Mitspieler auf.

Viele Ex-Profis wie Carsten Kammlott, Sebastian Heidinger und Mounir Chaftar im Kader

Carsten Kammlott (r.), hier im Duell mit dem früheren CFC-Kapitän Dennis Grote, war der Top-Scorer des FSV Wacker Nordhausen in der abgelaufenen Saison.
Carsten Kammlott (r.), hier im Duell mit dem früheren CFC-Kapitän Dennis Grote, war der Top-Scorer des FSV Wacker Nordhausen in der abgelaufenen Saison.  © Picture Point/Gabor Krieg

Neben ihm überzeugten auch noch der pfeilschnelle, manchmal aber auch ineffektive Joy-Lance Mickels auf der linken- und Routinier Nils Pichinot auf der rechten Offensivseite, der aber ebenfalls noch an seiner Torquote arbeiten kann.

Mit Lucas Scholl (Sohn von Ex-Bayern-Star Mehmet), Pierre Merkel (ehemals Hallescher FC), sowie den Ex-Profis Sebastian Heidinger und Mounir Chaftar stehen weitere bekannte Namen im Wacker-Kader. Auch Stephan Kores, der in Tschechien 123 Erstliga-Spiele bestritt, ist hier zu nennen.

Obwohl der Kader seit Jahren für Viertliga-Verhältnisse bestens bestückt ist, wurde das Ziel Drittliga-Aufstieg in den letzten Jahren regelmäßig verfehlt.

Oft funktionierten die auf Regionalliga-Niveau herausragenden Einzelkönner nicht als echtes Team. In der abgelaufenen Spielzeit war das allerdings deutlich seltener der Fall als noch in einigen Vorjahren.

So ließ Nordhausen immer wieder aufhorchen, besiegte beispielsweise im diesjährigen Thüringen-Pokal-Halbfinale den FC Carl Zeiss Jena mit 2:0 und könnte auch für Aue ein Stolperstein sein, wenn der FCE nicht an seine Leistungsgrenze gehen sollte.

Auch auf Nordhausens zweiten Mittelstürmer Florian Beil (wettbewerbsübergreifend 35 Spiele,acht Tore, vier Vorlagen) muss Aue trotz dessen "nur" solider Torquote aufpassen.
Auch auf Nordhausens zweiten Mittelstürmer Florian Beil (wettbewerbsübergreifend 35 Spiele,acht Tore, vier Vorlagen) muss Aue trotz dessen "nur" solider Torquote aufpassen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0