Ausgerechnet gegen die Tormaschine HSV: Dem FCE droht heute ein Abwehr-Notstand!

Aue - Sie halten den Laden beim FC Erzgebirge dicht: Sören Gonther und Marko Mihojevic sind die Konstanten im Deckungsverbund. Ausgerechnet vor der heutigen Heimpartie gegen den Hamburger SV, die zweitbeste Offensive der 2. Bundesliga, steht hinter beiden ein dickes Fragezeichen.

Marko Mihojevic (l.) und Sören Gonther (M.) sorgen bei den Veilchen für Stabilität in der Abwehr. Gegen den HSV haben beide aber mit Blessuren zu kämpfen.
Marko Mihojevic (l.) und Sören Gonther (M.) sorgen bei den Veilchen für Stabilität in der Abwehr. Gegen den HSV haben beide aber mit Blessuren zu kämpfen.  © imago images/Zink

Gonther stand bislang in 1884 von 2070 möglichen Minuten auf dem Feld, zog sich letzten Freitag in Osnabrück aber eine schmerzhafte Fußprellung zu. "Gonni" will sich durchbeißen. Coach Dirk Schuster zählt auf ihn: "Ich hoffe, dass er spielen kann."

Mihojevic, mit 1846 Einsatzminuten ebenfalls eine absolute Konstante, plagt sich mit einer Entzündung am Auge herum. Jetzt, wo es im Erzgebirge ordentlich pfeift, eine doppelt unangenehme Blessur. "Der Wind ist nicht gerade förderlich, um bei ihm einen reibungsfreien Trainingsablauf zu gewährleisten. Wir werden abwarten, wie es sich entwickelt", gibt Schuster zu bedenken.

Weil Malcolm Cacutalua (Ellenbogenverletzung) erst nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigt, herrscht beim "Kumpelverein" akuter Abwehrnotstand. Das macht die ohnehin schwierige Aufgabe gegen den HSV nicht gerade einfacher.

"Wir wissen noch nicht, wie sich der Kader zusammensetzt und wir systematisch sowie taktisch gegen den HSV vorgehen können", pokert Schuster noch.

Der sichere Rückhalt ist Aues Trumpf

Der erfahrene Fußballlehrer wird den Teufel tun, seinem "ausgebufften" (O-Ton Schuster) Gegenüber Dieter Hecking sein Blatt komplett offenzulegen. Mindestens ein Ass braucht es gegen den Aufstiegsaspiranten im Ärmel. "Mit 2. Liga hat der HSV wenig am Hut. Für uns ist es ein Kräftemessen, um zu sehen, wo wir stehen", findet Kapitän Martin Männel: "Das ist eine extrem schwierige Aufgabe, doch andere Mannschaften haben schon gezeigt, dass der HSV nicht unverwundbar ist."

Der sichere Rückhalt ist Aues Trumpf, wenn es darum geht, hinten die Null festzumachen. Im Spiel nach vorne kommt es darauf an, wem Schuster zutraut, im entscheidenden Moment zu stechen: "In Osnabrück hatten wir viele Balleroberungen, haben im Spiel nach vorne aber zu fehlerhaft agiert und die Präzision vermissen lassen. Diese gegen Hamburg weniger vorhandenen Umschaltmomente müssen wir besser nutzen, um auch Kapital daraus zu schlagen."

Und dann gibt es noch den Joker: der zwölfte Mann. "Die Fans sind wie eine Wand. Der wollen wir Futter geben, indem wir an unsere Leistungsgrenze gehen", verspricht Schuster.

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