Aue muss Freitagabend beim Tabellenzweiten in Nürnberg antreten

Vielleicht hilft ihm ja das Foto wieder auf die Beine: Aue Dimitrij Nazarov (r.) erzielte im Hinspiel das zwischenzeitliche 2:0. Es war sein bis dato letzter Treffer für Aue. Zuletzt spielte er schwach.
Vielleicht hilft ihm ja das Foto wieder auf die Beine: Aue Dimitrij Nazarov (r.) erzielte im Hinspiel das zwischenzeitliche 2:0. Es war sein bis dato letzter Treffer für Aue. Zuletzt spielte er schwach.  © Frank Kruczynski

Aue - Alles neu macht der Februar. Der Horror-Januar mit (inklusive der Testspiele) fünf Niederlagen in fünf Partien ist vorbei. Ab Freitag sollen die "Veilchen" blühen. Aue muss zum Zweiten nach Nürnberg - eine schwere Aufgabe.

FCE-Trainer Hannes Drews führt aktuell einen Kampf gegen die Statistik. Ein Sieg aus den letzten neun Spielen, nur ein Punkt aus den vergangenen fünf Auswärtsspielen und beim kommenden Gegner 1. FC Nürnberg noch nie auch nur einen Zähler geholt - es spricht aktuell wenig für die Auer. "Als Trainer ist man generell auch immer so eine Art Psychologe", sagt Drews. "Die Statistiken kann ich nicht von der Hand weisen. Wir wissen, wie wichtig das Spiel für jeden Einzelnen von uns, für den Verein, für mich als Trainer ist. Es geht darum, dass wir gemeinsam alles investieren."

Der Satz lässt aufhorchen. Das Spiel ist wichtig für ihn. Wackelt er schon nach der schwarzen Serie?

Zuletzt wollte er immer mal wieder aus seiner Haut, denn es lief für ihn und Aue nicht rund: Trainer Hannes Drews.
Zuletzt wollte er immer mal wieder aus seiner Haut, denn es lief für ihn und Aue nicht rund: Trainer Hannes Drews.  © Picture Point/S. Sonntag

Am Montag musste sich das gesamte Trainerteam bei Präsident Helge Leonhardt vorstellen. "Das war ein Faktencheck, nicht mehr, aber auch nicht weniger", so Leonhardt. "Ich habe Hannes mein vollstes Vertrauen ausgesprochen, er steht nicht zur Diskussion. Das wäre auch nicht sonderlich produktiv", so der Boss. Jobgarantie nennt man das, Rücken stärken.

Sportlich gibt es einiges zu verbessern. Die neue Taktik mit dem frühen Pressing, dem eigenen forschen Spiel ist gut. Nur vergaß Aue in Düsseldorf und gegen Braunschweig die Absicherung. Genau das war die Stärke im Herbst. Vor der Winterpause war Aue zu ungefährlich, jetzt kassiert die Mannschaft zu viele Gegentore.

Drews vornehmliche Aufgabe ist es, die richtige Balance zu finden. Deshalb wird vermutlich Dominik Wydra zurück in die Startelf rutschen. Auf der mittleren Innenverteidiger Position ist er als Kommunikator extrem wichtig. Im Hinspiel klappte das blenden, da lieferte Aue beim 3:1 seine beste Leistung ab. Mit Wydra als Abwehrchef und Torschützen zum 1:0. Auch er weiß: "Fünf Gegentore zuletzt sind zu viel. Wir müssen das hinten besser lösen, ekliger werden." Gelingt das, wird es ein guter Februar.

Dominik Wydra erzielte im Hinspiel gegen Nürnberg das 1:0. Am Freitag will er mit seinen Mannen wieder jubeln.
Dominik Wydra erzielte im Hinspiel gegen Nürnberg das 1:0. Am Freitag will er mit seinen Mannen wieder jubeln.  © Picture Point/S. Sonntag

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