Holt Aues Hochscheidt in Hannover die Kastanien aus dem Feuer?

Aue - Jan Hochscheidt kehrt am Sonnabend gegen Hannover 96 nach seiner Rot-Sperre (2 Spiele) ins Aufgebot zurück. "Janni" ist einer, der den Unterschied ausmacht.

Rot! Schiri Sven Waschitzki (l.) schickte Jan Hochscheidt in Karlsruhe noch vor der Pause vom Platz.
Rot! Schiri Sven Waschitzki (l.) schickte Jan Hochscheidt in Karlsruhe noch vor der Pause vom Platz.  © picture point/Sven Sonntag

Mit seinen genialen Momenten hat er in dieser Serie mehrfach die Kastanien aus dem Feuer geholt - u.a. gegen Dresden und Nürnberg. Mit dem 32-Jährigen will der FC Erzgebirge auch auswärts endlich wieder etwas reißen.

Der letzte Sieg auf fremdem Platz - 2:0 zum Saisonstart bei Greuther Fürth - liegt mehr als vier Monate zurück. Seither gab es drei Remis und vier Niederlagen. "Wir konnten einigermaßen punkten und besitzen nicht zu unrecht die Zähler, die wir haben", hält Hochscheidt dagegen.

"Wir wollen zuhause bestenfalls immer die Punkte behalten und auswärts des Öfteren mal was klauen. Das hat in Fürth geklappt, und sonst ist immer mal ein Punkt herausgesprungen. Wir können aber auch nicht jedes Spiel gewinnen", schiebt der Linksaußen nach.

Nahe dran am Auswärtssieg war der "Kumpelverein" in Karlsruhe. Hochscheidt hatte die Gäste früh aus unmöglich spitzem Winkel in Front gebracht, Pascal Testroet und Dimitrij Nazarov besaßen danach gute Möglichkeiten. Läuft alles am Schnürchen, steht es nach 23 Minuten mindestens 2:0, wenn nicht gar 3:0.

Hochscheidt weiß: "Wir zehren von unserem guten Start"

Zuletzt musste Jan Hochscheidt wegen seiner Roten Karte zuschauen. Jetzt hat er die Sperre endlich abgebrummt.
Zuletzt musste Jan Hochscheidt wegen seiner Roten Karte zuschauen. Jetzt hat er die Sperre endlich abgebrummt.  © Sven Sonntag

Am Ende wurde es mit Ach und Krach ein Zähler (1:1). Auch, weil sich Hochscheidt noch vor der Pause nach hartem Einsteigen gegen Marco Thiede die Rote Karte abholte. Damit ging ein Bruch einher. Karlsruhe kam nach dem Seitenwechsel auf und spielte Aue phasenweise an die Wand.

Hochscheidt hat das Ganze mittlerweile abgehakt, wenngleich es seine Zeit brauchte: "Zwangsläufig habe ich mir die Szene noch ein-, zweimal angeschaut." Wichtiger ist, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, genauso wie aus der Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen.

"Wir zehren von unserem guten Start", weiß Hochscheidt.

Weil finanzkräftige Kellerkinder wie Dynamo Dresden, das im Winter bis zu 1,7 Millionen Euro für neue Spieler ausgeben will, aber auch die Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg und Hannover 96 nochmal in ihren Kader investieren werden, ist jeder Zähler mehr nicht mit Gold aufzuwiegen.

Jan Hochscheidt umkurvte in Karlsruhe KSC-Keeper Benjamin Uphoff und schob zur Auer Führung ein.
Jan Hochscheidt umkurvte in Karlsruhe KSC-Keeper Benjamin Uphoff und schob zur Auer Führung ein.  © picture point/Sven Sonntag

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