Polizei wehrt sich gegen Fan-Wut in Aue

Aue - Jede Medaille hat zwei Seiten. Die goldene: Erstmals kamen 14.700 Zuschauer ins neue Auer Stadion. Die dunkle: Es gab Chaos rund um die Arena und etliche Knöllchen für Falschparker.

Der Aufreger: Viele Fans kamen nach dem Spiel zu ihren Autos und hatten Knöllchen unter den Scheibenwischern.
Der Aufreger: Viele Fans kamen nach dem Spiel zu ihren Autos und hatten Knöllchen unter den Scheibenwischern.

Fest steht: Aue hat seit Jahren ein Parkplatzproblem. Es fällt allerdings nicht so auf, wenn 7000 oder 8000 Fans kommen, bei fast 15.000 aber schon. Hätte TAG24 alle E-Mails zum Thema Knöllchen ausgedruckt, es wäre ein meterlanger Teppich geworden. Hauptaussage der Fans: "Wir stehen schon immer dort, die Polizei zeigt keinerlei Fingerspitzengefühl."

Ein Satz, den Andrzej Rydzik, Pressesprecher der Polizeidirektion Chemnitz, nicht so stehen lassen will: "Sowohl die Stadt Aue als auch der FC Erzgebirge Aue wurden unserseits wiederholt auf die Gegebenheiten hingewiesen. Die absichernden Kollegen stellten fest, dass einige Besucher ihre Fahrzeuge verkehrswidrig abgestellt hatten. Unter anderem waren Gehwege zugeparkt und Rettungswege durch parkende Autos versperrt. Diese Fahrzeugführer wurden durch die Kollegen entsprechend verwarnt, wobei insbesondere das Versperren von Rettungswegen dazu geeignet ist, ein Fahrzeug abschleppen zu lassen", sagt er und ergänzt: "Letztlich ist ein funktionierendes Parkplatzkonzept bzw. die entsprechende Umsetzung keine Sache der Polizei."

Die ist Sache das Vereins und damit auch von Geschäftsführer Michael Voigt: "Wir kennen das Problem und arbeiten an einem Shuttle-Service für die Fans nach Lößnitz und zum Anton-Günther-Platz in Aue. Der greift aber erst, wenn der im Bau befindliche Gästeparkplatz fertig ist." Und das wird noch einige Wochen dauern.


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