2:1! Zulechner entscheidet packende, rasante Partie für Aue

Aue - Hut ab vor dieser Mannschaft! Sie hat allen Wirrungen und Irrungen dieser Woche um Co-Trainer Robin Lenk und den Fan-Boykott des RB-Testspiels widerstanden und den SC Paderborn mit 2:1 (1:0) förmlich in die Knie gezwungen.

Malcolm Cacutalua verletzt am Boden, muss ausgewechselt werden.
Malcolm Cacutalua verletzt am Boden, muss ausgewechselt werden.  © Picture Point/K. Dölitzsch

Die 7350 Zuschauer sahen in einem atemberaubenden Spiel eine unglaubliche Willensleistung der Veilchen. Aue ist raus aus dem Abstiegskampf. Für Aue trafen Emmanuel Iyoha (11.) und der eingewechselte Philipp Zulechner (81.).

45 Minuten, die in der Beschreibung für vier Partien reichen. Selten war ein Spiel so rasant, so schnell, so intensiv, so hart. Das ging nach einer Minute los, als Paderborns Sven Michel aus 16 Metern den Kasten knapp verfehlte, auf der anderen Seite traf Pascal Terstroet (4.) nach Vorarbeit von Jan Hochscheidt aus spitzem Winkel das leere Tor nicht, wieder nur wenige Sekunden später scheiterte Michel frei vor und am sensationell haltenden Martin Männel. Auf der Gegenseite ging es weiter.

Testroet leitete einen Angriff, bekam die Kugel zurück, wurde an der Auslinie abgeblockt, blieb aber dran und flankte hoch auf den langen Pfosten. Da stand Emmanuel Iyoha und zimmerte das Leder humorlos volley in den langen Winkel - 1:0 (11.).

Torjubel nach dem Treffer zum 1:0 durch Torschütze Emmanuel Iyoha (li), tanzt mit Jan Hochscheidt.
Torjubel nach dem Treffer zum 1:0 durch Torschütze Emmanuel Iyoha (li), tanzt mit Jan Hochscheidt.  © Picture Point/K. Dölitzsch

Beide Teams schenkten sich nichts, es knallte immer wieder. Schiedsrichter Lasse Koslowski hatte zu tun wie der Leipziger Rat.

Und lag zum Glück für Aue nicht immer richtig. Testroet (26.) brannten nach einem Abseitspfiff kurz die Sicherungen durch, stieß seinen Kopf in die Brust von Marlon Ritter, sah nur Gelb. Ein wildes Techtelmächtel zwischen Calogero Rizzuto und Ben Zollinksi (41.) hätte bei genauerer Betrachtungsweise auch Rot für beide sein können. Das sah dann Uwe Hünemeier (45.) nach einer Notbremse an Iyoha. Das was Foul war allerdings genau auf der Strafraumlinie, Elfmeter und Gelb wäre hier richtig gewesen. Und Pause!

Die 15 Minuten reichten nicht, um sich abzukühlen. Es ging so rasant weiter. Paderborn, obwohl nur mit zehn Mann, schaltete permanent den Vorwärtsgang ein. Aue versuchte aus einer sicheren Abwehr heraus, Nadelstiche zu setzen.

Eine selten dumme Aktion eines Auer Zuschauers hätte der Partie ein unrühmliches Ende setzen können. Koslowski zeigte Hochscheidt (64.) wegen Zeitspiels bei einer Ecke Gelb. Da flog ein Bierbecher nur Zentimeter am Schiri vorbei. Trifft der, ist das Spiel vorbei. So ein Schwachsinn!

In der Begegnung selbst gab weiterhin keine Pausen, es ging hin und her, wobei der FCE die besseren Chancen hatte. Entscheidend war, dass Trainer Daniel Meyer mit Philipp Zulechner (68./für Testroet) einen frischen Mann brachte, der für unheimlich Belebung sorgte - und das Ding entschied: Iyoha legte nach einem tollen Solo hinein in den Strafraum ab, der Österreicher fackelte aus zehn Metern nicht lange - 2:0 (81.). Der Anschlusstreffer von Christopher Antwi-Adjei (86.) kam zu spät.

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