Nach Aue-Sieg: Gonther musste "mal wieder ran"

Aue - Der FC Erzgebirge lehrt im eigenen Stadion in dieser Saison so ziemlich jedem Gegner das Fürchten! Am Freitag tüteten die Auer gegen Jahn Regensburg (1:0) im achten Heimspiel den sechsten Dreier ein. Siegtorschütze Sören Gonther war am Ende besonders happy.

Endlich mal wieder ein eigener Treffer! Sören Gonther schreit seine Erleichterung und Freude lauthals heraus, Teamkollege Louis Samson gratuliert dem Schützen.
Endlich mal wieder ein eigener Treffer! Sören Gonther schreit seine Erleichterung und Freude lauthals heraus, Teamkollege Louis Samson gratuliert dem Schützen.  © picture point/Sven Sonntag

"Es hat für mich heute mal wieder mit einem Tor geklappt, wir haben das Spiel gewonnen - das auch noch am Freitag den 13. Und am Sonntag ist mein Geburtstag", hat der Innenverteidiger dreifach Grund zum Feiern.

Gonther, der heute 33 Jahre alt wird (TAG24 gratuliert!) beendete mit seinem Kopfballtreffer eine mehr als dreijährige persönliche Durststrecke. "Zuletzt hatte ich im August 2016 für Sankt Pauli im DFB-Pokal in Lübeck getroffen. Seit Saisonbeginn ging mir durch den Kopf, dass ich mal wieder ran müsste", gab der Innenverteidiger zu.

Das Tor des Ex-Dynamos kurz vor der Pause war extrem wichtig. Zum einen belohnten sich die Veilchen damit für den eigenen Aufwand, denn vor dem 1:0 waren Calogero Rizzuto (24./25.) und John Patrick Strauß (35.) bereits am Aluminium gescheitert.

Zum anderen war nun Regensburg gefordert, was den "Kumpelverein" zum Kontern einlud.

Gonther traf per Kopf

Der Ball ist im Netz des Regensburger Kastens, Sören Gonther (M., im Fallen) hat per Kopf getroffen.
Der Ball ist im Netz des Regensburger Kastens, Sören Gonther (M., im Fallen) hat per Kopf getroffen.  © DPA/Robert Michael

"Wenn wir die in der zweiten Halbzeit besser ausspielen und vorm Tor ruhiger sind, entscheiden wir die Partie früher", meinte Gonther. Florian Krüger (51.) und Strauß (59.) verpassten die Vorentscheidung, weshalb letztlich die bockstarke Defensive den Sieg festzurrte.

Das gelang, weil der FCE als Einheit auftrat und im von Coach Dirk Schuster verordneten 3-4-1-2 mit Gonther, Louis Samson und Marko Mihojevic in der Abwehrreihe extrem stabil stand. Bei Bedarf werteten die Außenbahnspieler Rizzuto (links) und Strauß (rechts) die Dreier- zur Fünferkette auf.

"Wie einer für den anderen gekämpft und sich hineingeschmissen hat - auch in die Luftduelle", nickte Gonther anerkennend, um dann fortzufahren: "Immer wieder war ein Fuß dazwischen oder davor."

Mit dieser Energieleistung hatte sich Aue den Heimsieg redlich verdient. "Ewald Lienen, mein ehemaliger Pauli-Trainer, hat mal gemeint: 'Spielglück muss man sich auch verdienen.'" Recht hat er!

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