Die ewige Akte "Katzendreck-Gestank"

Zwischen Eger-Tal und Moster Becken
gibt es rund 100 Unternehmen, vorrangig
der Petrochemie. Machen deren Abgase
krank? Das klärt nun eine Studie.
Zwischen Eger-Tal und Moster Becken gibt es rund 100 Unternehmen, vorrangig der Petrochemie. Machen deren Abgase krank? Das klärt nun eine Studie.  © DPA

Olbernhau - Zum Naserümpfen: Die ersten Untersuchungen zu Geruchsbelästigungen im Erzgebirge sind mehr als 20 Jahre alt. Eine neue Studie soll nun endgültig den Zusammenhang zwischen Gestank und Beschwerden klären.

Die Hoffnungen der Erzgebirger ruhen auf „OdCom“ (Objektivierung der Geruchsbeschwerden im Grenzgebiet). Nach der ersten Messperiode liegen aber noch keine Ergebnisse vor. „Es laufen die Analysen“, sagt Karin Bernhardt (55) vom Landesamt für Umwelt.

„Im ersten Winterhalbjahr hatten wir wenige Belastungen“, so Hartmut Tanneberger (67) von der Bürgerinitiative „Für saubere Luft im Erzgebirge“. 2016 gab es 583 Beschwerden, 2017 sind es bislang 96. Anders im Winter 2014/2015: Da gab es 298 Geruchsbelastungen und mehr als 1 300 Beschwerden. Als Verursacher des „Böhmischen Nebels“, der viele Menschen krank macht, gelten Petrochemie-Unternehmen rund ums tschechische Litvinov.

Bei „OdCom“ untersuchen Wissenschaftler mithilfe von zwei Messstationen in Deutschneudorf und nahe Litvinov die Luft auf ultrafeine Partikel, Schwefelverbindungen und weiterere chemische Stoffe. Im November startet dann die zweite Messperiode.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0