Nach 68 Jahren: Diese sächsische Stadt feiert erstmals wieder Bergfest

Oelsnitz/E. - Die Oelsnitzer bekommen ihr Bergfest zurück! Erstmals seit 1950 veranstalten Stadt, Bergbaumuseum und die Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlereviers wieder Bergparade, Berggottesdienst und brauen ein Bergbier.

Tradition, wie sie früher lebte: Das Foto zeigt die Oelsnitzer Bergparade von 1935.
Tradition, wie sie früher lebte: Das Foto zeigt die Oelsnitzer Bergparade von 1935.  © Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge

Am 9. September treffen sich mehr als 400 Berg- und Hüttenleute aus 17 Knappschaften sowie drei Bergorchester am Museum. Für Heiko Neuber (41), Vorsitzender der Knappschaft, ein besonderer Moment: "Nach 68 Jahren Pause kehren wir zu den Wurzeln unserer Tradition zurück!"

Es war eine lange Zwangspause. Nach 1950 löste der staatlich verordnete "Tag des Bergmanns" das alte Bergfest ab. 1996 sogar noch einmal wiederbelebt, konnte die DDR-Fete die Herzen im Erzgebirge nicht wirklich erwärmen - und starb in Oelsnitz 2014.

Auftakt ist um 13.15 Uhr mit der Bergparade vom Museum über Kaiserin-Augusta-Schacht zum Rathausplatz. 14 Uhr ökumenische Feierstunde unter freiem Himmel mit Jugendblasorchester Bernsdorf, Musikkorps Olbernhau, Bergmusikkorps "Glück auf" Oelsnitz, Knappenchor des Steinkohlenbergbauvereins Zwickau und Männergesangverein Neuwürschnitz. 15.30 Uhr Bergzeremoniell, danach Bergbier im Gasthof "Zum Anker".

Neben dem Bergfest läuft der traditionelle Bauernmarkt, ergänzt durch das "Reitfest" des Reitsportvereins Oelsnitz.

Eine seltene Aufnahme aus Oelsnitz: die Bergparade von 1913. Ein Jahr später war Krieg.
Eine seltene Aufnahme aus Oelsnitz: die Bergparade von 1913. Ein Jahr später war Krieg.  © Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge

Titelfoto: Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge


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