Absolute Extrem-Tour! 3700 Radler bezwingen neun Gipfel in zwei Ländern







Kirsten Riedel als Wegewart ist einer von vielen Ehrenamtlern, die den "Stoneman" in Schuss halten.
Kirsten Riedel als Wegewart ist einer von vielen Ehrenamtlern, die den "Stoneman" in Schuss halten.  © DPA

Oberwiesenthal - Zwei Länder, neun Gipfel, 4400 Höhenmeter, 162 Kilometer: Der „Stoneman Miriquidi“ ist ein Muss für Mountainbiker. Rund 3 700 Radler nehmen pro Jahr die Extrem-Tour durchs Erzgebirge in Angriff.

Mit dem Stoneman Miriqidi hat der Tourismusverband Erzgebirge (TVE) einen Erfolg gelandet. 2014 eröffnet, nehmen immer mehr Pedalisten die Strecke unter die Räder. Von 1400 Startern im ersten Jahr, hat sich die Teilnehmerzahl auf 3700 Fahrer gesteigert. „Miriquidi“ steht für den Urwald, der das Erzgebirge bedeckt hatte.

„Das Erzgebirge profitiert von der Strecke, weil uns einer wesentlich jüngere Zielgruppe wahrnimmt, die sonst nie hergekommen wäre“, sagt Doreen Burgold (38) vom TVE. Der jüngste Biker war elf Jahre alt

Entlang der 162 Kilometer langen Strecke sorgen Ehrenamtliche für ein Naturerlebnis.

1000 Liter Wasser im Jahr spenden Cathrin Schaarschmidt und Tochter Jule in Cunersdorf durstigen Mountainbikern.
1000 Liter Wasser im Jahr spenden Cathrin Schaarschmidt und Tochter Jule in Cunersdorf durstigen Mountainbikern.  © DPA

Wenn die Sonne vom Erzgebirgshimmel brennt, hat Jule Schaarschmidt (15) alle Hände voll zu tun.

Sie muss Plastikbecher nachfüllen und Mülleimer leeren. Die kostenlose Wasserzapfstelle in Cunersdorf ist ein beliebtes Etappenziel. „An einem Sonntagmorgen fragten zwei Radler über den Gartenzaun nach einem Schluck Wasser, so war die Idee geboren.“ Rund 1000 Liter Wasser sponsern die Schaarschmidts jedes Jahr.

Ob Radschlauch-Automat oder Selbstbedienungs-Kühlschrank, das Projekt Stoneman Miriquidi lebt vom ehrenamtlichen Engagement. Rund 600 Schilder mussten entlang der Wegstrecke angebracht werden. 15 ehrenamtliche Wegewarte kümmern sich um den Trail, der von Mai bis Oktober geöffnet ist.

Einer ist Kirsten Riedel. „Ich bin täglich mit dem Rad unterwegs.“ Für den 44-Jährigen gehören 30 bis 40 Kilometer im Sattel einfach dazu.

Infos: www.stoneman-miriquidi.com

Wegwart Toni Escher.
Wegwart Toni Escher.  © DPA

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