Stampf dich sauer! Erzgebirge geht in die Sauerkraut-Saison

So sieht’s aus, wenn Sauerkraut geraspelt wird.
So sieht’s aus, wenn Sauerkraut geraspelt wird.

Bad Schlema - Eingeschnitten und eingestampft! So hieß die Devise für Feinschmecker in Bad Schlema. Mit dem symbolischen Schnipselschnitt am Krauthobel vollzog Sabrina, das Brunnenmädchen der Kurbadgemeinde, den Auftakt für die neue Sauerkrautsaison im Erzgebirge.

Der 21-Jährigen standen der frühere Sauerkrautkönig Michael Hauße (50) und der Sauerkraut-Zeremonienmeister der Region, Christian Winkler (68), zur Stampfseite.

Den Festsaal der Gemeindeverwaltung hatten die Gastgeber zur Küche umfunktioniert. Klar, dass Passanten über die 30 Gäste staunten, die mit Weißkohlköpfen, Möhren, Steinguttöpfen und Stampfgeräten das Parkett des Hauses in Besitz nahmen. Selbst aus Magdeburg waren Teilnehmer zum Spezialkurs angereist.

Michael Hauße gab den Hobbyköchen sein Siegerrezept preis: „Dem zerkleinerten Kraut werden nur Salz, Dill, Kümmel, Wacholder und ein paar Möhrenscheiben zugegeben.“ Zu den Unternehmungshungrigen gehörten Corina (28) und Diana Klose (31). „Selbermachen ist in, schließlich wollen wir wissen, was man isst“, so die Schwestern aus Bad Schlema.

Auch Patrick Nürnberger (47) und Steffen Gärtner (52) gingen ans Werk. „Sauerkrautmachen ist eine Pflichtaufgabe, schließlich mundet der Weihnachtsbraten damit viel besser“, zeigten sie sich überzeugt. Drei Wochen muss das Schnipsel-, Würz- und Stampfwerk jetzt ruhen, damit der Gärprozess im Kühlen für die Würze sorgt.

Brunnenprinzessin Sabrina (21, v. l.), Christian Winkler (68) und Michael Hauße (50) machen’s vor.
Brunnenprinzessin Sabrina (21, v. l.), Christian Winkler (68) und Michael Hauße (50) machen’s vor.

Fotos: Christof Heyden


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