Erzieher und Lehrer streiken: Einige Berliner Kitas bleiben geschlossen!

Berlin - Die Berliner Serie der Warnstreiks im öffentlichen Dienst geht weiter. Gewerkschafter zünden im laufenden Tarifkonflikt sogar die nächste Stufe: Sie haben Erzieher, Lehrer und Sozialarbeiter gleich zu einem zweitägigen Warnstreik ab Dienstag aufgerufen.

Die GEW hat die Fachkräfte zum Streik aufgerufen.
Die GEW hat die Fachkräfte zum Streik aufgerufen.  © DPA

Es werden wieder Tausende Teilnehmer erwartet, wie es von Verdi hieß. Deshalb werden wohl wieder viele Kitas im Eigenbetrieb des Landes geschlossen bleiben. Die Solidarität bei Elternvertretern ist weiterhin groß.

Die Warnstreiks, zu denen Verdi und die Bildungsgewerkschaft GEW aufrufen, kommen wenige Tage vor der dritten Tarifrunde am 28. Februar und 1. März. In den Verhandlungen geht es um mehr Geld für Beschäftigte der Bundesländer außer Hessen.

Nach Gewerkschaftsangaben sind deutschlandweit rund 2,3 Millionen Beschäftigte der Länder von den Tarifergebnissen betroffen, da Verdi fordert, die Ergebnisse auf die mehr als eine Million Beamten zu übertragen.

Diese dürfen in Deutschland nicht streiken. In vielen Städten hatten zahlreiche Berufsgruppen die Arbeit niedergelegt, um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen.

Auch Eltern nehmen an dem Streik teil, um die Erzieher und Lehrer zu unterstützen.
Auch Eltern nehmen an dem Streik teil, um die Erzieher und Lehrer zu unterstützen.  © DPA

Bislang gab es in Berlin mehrere Warnstreiks, allerdings nur eintägige oder stundenweise. Erzieher gingen auf die Straße für eine bessere Bezahlung, aber auch andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst legten die Arbeit zeitweise nieder.

Berlin spürte die Folgen: Längere Wartezeiten in Ämtern, geschlossene Kitas, Stundenausfälle in Schulen.

Vom Landeselternausschuss Berlin hieß es, dass man weiterhin die Forderung der Erzieher nach mehr Gehalt unterstütze. Eltern seien sogar aufgerufen, mit ihren Kindern die Demos zu unterstützen.

Nun muss sich Berlin auf weitere Einschränkungen am Dienstag und Mittwoch einstellen.

Am zweiten Warnstreiktag kommen noch Beschäftigte von Senatsverwaltungen und Bezirksämtern dazu - dann könnten laut Verdi 12 000 Menschen zusammenkommen. Am Dienstag rechnen die Gewerkschafter mit bis zu 8000. Es wird Kundgebungen am Bebelplatz und am Alexanderplatz geben.

Die Gewerkschaften fordern im Tarifkonflikt Verbesserungen von sechs Prozent, mindestens aber eine Erhöhung der Entgelte um 200 Euro, darüber hinaus strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung. Die Länder, deren Verhandlungsführer Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) ist, halten das für nicht bezahlbar.

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Berlin:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0