Mit Brecheisen, Messer und Hammer! Blutige Attacke wegen eines Irrtums?

Kassel/Eschwege - Mit einem Brecheisen, einem Messer und einem Hammer soll ein 57-Jähriger in Nordhessen auf den vermeintlichen Geliebten seiner Frau losgegangen sein.

Der Fall war für die Polizei zunächst äußerst rätselhaft gewesen (Symbolbild).
Der Fall war für die Polizei zunächst äußerst rätselhaft gewesen (Symbolbild).  © DPA (Fotomontage)

Deshalb steht der Mann vom heutigen Mittwoch (9 Uhr) an vor dem Landgericht Kassel.

Der 57-Jährige ist wegen versuchten Mordes aus niedrigen Beweggründen, gefährlicher Körperverletzung und gefährlichem Eingriffs in den Straßenverkehr angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft dachte der 57-Jährige aus Aserbaidschan irrtümlich, seine Frau habe ein Verhältnis.

Deswegen soll er im Dezember 2017 mit seinem Auto das Fahrzeug des vermeintlichen Nebenbuhlers in Eschwege im Werra-Meißner-Kreis gerammt haben, dann habe er in angegriffen. Das Opfer erlitt zwölf Stich- und Schnittwunden.

Laut Gutachten war der Mann zur Tatzeit möglicherweise schuldunfähig, er sitzt momentan in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Bis Ende Februar sind fünf weitere Verhandlungstermine angesetzt.

Ein mysteriöser Fall

Am Tag des Angriffs hatte sich der Fall für die Polizei zunächst äußerst rätselhaft dargestellt. In einer ersten Mitteilung war von einem Autounfall die Rede gewesen.

Warum der Unfallverursacher nach dem Crash den Fahrer des gerammten Wagens angriff, hatte die Polizei zunächst nicht erklären können (TAG24 berichtete).

Ukrainer stellte seinem Opfer nach

Update, 14.13 Uhr: Zum Prozessauftakt erklärte der Mann, sich äußern zu wollen. Seine Aussage vor Gericht verzögerte sich aber zunächst, weil ein Gutachter sich verspätete.

Laut Staatsanwaltschaft hatte sich der 57-jährige Ukrainer bereits 2016 in den Kopf gesetzt, dass seine Frau eine Affäre mit dem späteren Opfer habe.

Er habe dem 58-Jährigen nachgestellt, der wiederum ein gerichtliches Annäherungsverbot erwirkte.

Titelfoto: DPA (Fotomontage)

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