Familienvater stürzt bei Abschiebung vom Dach

Meinhard-Frieda/Eschwege - Bei Eschwege hat sich in der Nacht zum Mittwoch ein Drama abgespielt.

Der Mann flüchtete aufs Dach und setzte sich auf den Schornstein. (Symbolbild)
Der Mann flüchtete aufs Dach und setzte sich auf den Schornstein. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Polizei mitteilte, ist ein Mann bei einer Abschiebung in Meinhard-Frieda vom Dach gestürzt. Dabei verletzte sich dieser schwer.

Das Ganze spielte sich gegen 4.10 Uhr in einer Gemeinschaftsunterkunft ab. Als die Beamten zu Beginn der Rückführungsmaßnahmen an der Wohnungstür einer fünfköpfigen Familie klopften, öffnete die Mutter (31) die Tür.

Der Vater blieb ob der bevorstehenden Abschiebung alles andere als gelassen: Er flüchtete über das Schlafzimmerfenster auf das Dach des Hauses.

Dort blieb er einige Zeit auf dem Schornstein sitzen. Aufgrund der wegen des Regens glitschigen Ziegeln konnten die Polizisten den Mann nicht erreichen und auch der 32-Jährige konnte nicht mehr in die Wohnung zurückkehren.

So wurden Rettungskräfte alarmiert, um den Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien. Doch bevor die potenziellen Helfer eintrafen, beschloss der Familienvater auf eigene Faust über die feuchten Ziegel zu laufen, was misslang.

Er rutschte ab, konnte sich noch gerade so an der Dachrinne festhalten, ehe er vier Meter in die Tiefe stürzte und auf einem Vordach aus Wellblech landete.

Mit schweren und nach ersten Informationen wohl nicht lebensgefährlichen Verletzungen kam der Mann aus Tadschikistan in ein Krankenhaus.

Notfallseelsorger kümmerten sich um Frau und die drei Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren. Die Abschiebung findet vorerst nicht statt.

Die Abschiebung fand nicht statt. (Symbolbild)
Die Abschiebung fand nicht statt. (Symbolbild)  © DPA

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