Schwere Ausschreitungen im Asylheim Suhl

Das Asylheim in Suhl (Archivbild).
Das Asylheim in Suhl (Archivbild).

Suhl - Nach den Ausschreitungen in einer Suhler Flüchtlingsunterkunft hat die Polizei einen Mann in Schutzgewahrsam genommen.

Der Asylbewerber hatte heftige Randale ausgelöst, und war von zunächst 20 anderen Asylheimbewohnern angegriffen und verfolgt worden, weil er mit dem Koran unflätig umgegangen sei. Er soll Seiten aus dem Buch gerissen haben, berichtet MDR Info.

Er flüchtete zunächst in die Wache des Heimes. Diese wurde aber von den Verfolgern gestürmt, die Türen wurden eingetreten. Das Wachpersonal setzte Tränengas ein.

Als die Polizei eintraf, wurde sie mit Steinen und Stangen angegriffen.

Nach MDR-Informationen wurden die Polizisten regelrecht belagert und am Verlassen des Gebäudes gehindert. Auch ein Kamerateam des MDR und ein Fotograf wurden mit Eisenstangen angegriffen.

Im Heim wurde Feuer gelegt, vor dem Heim demolierten die Randalierer mehrere Autos, zertrümmerten unter anderem deren Scheiben.

Die Polizei musste Verstärkung aus Bayern und Erfurt anfordern. Nach vier Stunden gelang es, die Lage zu beruhigen.

Bei der Auseinandersetzung wurden vier Polizisten und mindestens elf Heimbewohner verletzt. Mehr als 100 Heimbewohner waren insgesamt an den Ausschreitungen beteiligt. Die Polizei war mit 125 Mann im Einsatz, darunter auch eine SEK-Einheit.

Es wurden sieben Polizeiautos, ein Rettungswagen und zwei Privatautos demoliert.

Gerüchte, wonach es in der Nacht auch Ausschreitungen in der Stadt gab, seien Fehlinformationen gewesen, erklärte die Polizei bei MDR Info.

Foto: dpa


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