Revolution in der Brustkrebs-Therapie: Kann dieses Medikament Frauen heilen?

Barcelona (Spanien)- Laut des britischen Professors Peter Schmid könnte innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahren einer der tödlichsten Brustkrebsarten durch einen neuen Therapieansatz behandelt und geheilt werden. Möglich soll das durch das Immuntherapie-Medikament Pembrolizumab sein.

Am 1. Oktober ist Welt-Brustkrebstag. Ein guter Anlass, mal selbst zur Vorsorge die Brust abzutasten. (Archivbild)
Am 1. Oktober ist Welt-Brustkrebstag. Ein guter Anlass, mal selbst zur Vorsorge die Brust abzutasten. (Archivbild)  © dpa/zb/Jan-Peter Kasper

Die Studie dazu wurde beim ESMO 2019 vorgestellt. Dabei geht es vor allem um die Behandlung des gefährlichen "triple negativen Brustkrebses". Diese aggressive Form macht etwa 15 Prozent der Brustkrebs-Erkrankungen aus.

Da der dreifach negative Krebs extrem schwer zu behandeln ist, sterben die meisten Frauen innerhalb von nur fünf Jahren an der Krankheit. Besonders junge Frauen unter 40 seien von dem tödlichen Krebs betroffen, so die "Sun".

Die Studie zu einer neuen Therapie zur Behandlung des Krebses wurde in Barcelona beim "European Society for Medical Oncology"-Kongress 2019 vorgestellt.

Die Ergebnisse waren überragend.

1174 betroffene Probandinnen nahmen an der Studie teil. Getestet wurde die positive Wirkung des Arzneistoffes Pembrolizumab, ein Immuntherapie-Medikament, das das Immunsystem der erkrankten Frauen extrem schnell und gut stärken soll. Es agiert also als eine Art "Turbolader".

Während der Studie erhielten 784 der Teilnehmerinnen das Arzneimittel Pembrolizumab und eine Chemotherapie, die restlichen 390 Teilnehmerinnen wurden stattdessen mit einer Chemotherapie und einem Placebo behandelt.

Die Chancen der Probandinnen, die die neue Therapie erhielten, vom Krebs geheilt zu werden, lagen nach der Behandlung und noch vor der folgenden Operation bei 65 Prozent. Die Probandinnen, die die herkömmliche Chemo erhielten, hatten nach ihrer Therapie hingegen nur eine 51 prozentige Heilungschance, so die "Sun".

Auch der Wissenschaftler Peter Schmid von der Queen Mary University of London war von den Ergebnissen der Studie begeistert: "Das Potenzial ist enorm - dieser Ansatz könnte Tausende von Leben retten."

Außerdem könne der neue Therapieansatz künftig auch eine Operation überflüssig machen und die Chancen enorm verringern, dass sich erneut Tumore bilden.

Bei diesen Bildern einer Mammographie ist ein winziger Tumor in der Brust einer Patientin zu sehen.
Bei diesen Bildern einer Mammographie ist ein winziger Tumor in der Brust einer Patientin zu sehen.  © dpa/zb/Jan-Peter Kasper

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