Wurden die drei Schwerverletzten Opfer eines Feuerteufels?

Am frühen Sonntagmorgen brannte die Wohnung komplett aus.
Am frühen Sonntagmorgen brannte die Wohnung komplett aus.  © Polizei Minden-Lübbecke

Espelkamp - Nach dem verheerenden Brand einer Wohnung in der Breslauser Straße in Espelkamp, bei dem drei Männer schwer verletzt wurden (TAG24 berichtete), hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Insgesamt befanden sich vier Männer im Alter von 17 bis 22 Jahren in der brennenden Wohnung. Ihnen gelang es allerdings, sich kurz vor knapp aus den Flammen zu retten.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungskommission "Brand" gehen die Beamten von einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandlegung aus. Eine technische Ursache wird ausgeschlossen.

"Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand der Beamten gibt es keine Hinweise darauf, dass ein brennender Gegenstand oder eine Flüssigkeit von außen durch ein Fenster in die Wohnung geworfen wurde", heißt es von der Polizei.

Drei Männer wurden schwer verletzt.
Drei Männer wurden schwer verletzt.  © Polizei Minden-Lübbecke

Neben der Ermittlungskommission waren am Montag auch ein Sachverständiger sowie ein Brandmittelspürhund vor Ort. Die Ermittler nahmen aus dem Schutt der völlig zerstörten Wohnung eine Probe.

"Diese wird nun zur weiteren Untersuchung dem Landeskriminalamt (LKA) in Düsseldorf übersandt. Wann dazu ein Ergebnis vorliegt, ist noch unklar."

Bereits seit Anfang Oktober geht in Espelkamp ein Feuerteufel um (TAG24 berichtete). Ob ein Zusammenhang zu der Brandserie besteht, wird geprüft.

"Für konkrete Aussagen ist es noch zu früh", so die Polizei. Von der Brandserie waren in erster Linie Müllcontainer, geparkte Autos oder in offenen Garagen gelagerte Gegenstände betroffen.

"Im Gegensatz dazu haben wir es hier mit einer im ersten Obergeschoss gelegenen Wohnung zu tun", so die Beamten. Zu dem Stand ihrer Ermittlungen in der Brandserie halten sich die Beamten bedeckt. "Wir gehen momentan rund 50 Hinweisen nach".

Titelfoto: Polizei Minden-Lübbecke


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