Kirche kann nach Flammeninferno gerettet werden

Espelkamp - Der Brand am Donnerstag in der Thomaskirche war aller Voraussicht nicht so verheerend wie zunächst angenommen. Die Beseitigung der Schäden hat begonnen.

Die Bauarbeiten starteten bereits am Freitag.
Die Bauarbeiten starteten bereits am Freitag.

Gegen Mittag wurde die Feuerwehr alarmiert (TAG24 berichtete). Erst am Abend rückten die Einsatzkräfte wieder, nachdem sie den Bereich um die Kirche absperrte. Die evakuierten Bewohner durften zurück in ihre Wohnungen.

Pfarrer Falk Becker blickte bereits am Freitag gegenüber der Neuen Westfälischen wieder nach vorn. Der Bauleiter und der Statiker hatten gute Nachrichten: Der Glockenstuhl sei beim ersten Blick kaum beschädigt gewesen.

Alle fünf Glocken könnten nach aktuellen Einschätzungen hängenbleiben. Bevor die Anwohner die Kirche wieder läuten hören, könne es aber noch ein wenig dauern. Zunächst müsse ein Gutachter die finale Freigabe geben.

Besonders die Spitze des Dachstuhls fing Flamen. Eine Schicht aus Bitumen und Holz unter den Kupferplatten fackelten massiv. "Im unteren Bereich ist nur ein ganz schmaler Streifen verkohlt, links und rechts davon sind keine Schäden zu sehen", hieß es aus dem Gemeindebüro.

Das Kreuz und der Hahn mussten vom Dach abgenommen werden.
Das Kreuz und der Hahn mussten vom Dach abgenommen werden.

Damit das Dach entlastet wird, wurden das 250 Kilogramm schwere Kreuz und der knapp 60 Kilogramm schwere Hahn vom Turm abgenommen. Als nächsten Schritt werden die Kupferplatten am Dach entfernt.

"Und so lange die Arbeiten an der Dachhaut nicht beendet sind, wird abgesperrt. Aber richtig, denn Flatterband ist kein Hindernis", begründete das Büro die Bauzäune, die den Bereich sichern sollen.

Die erste Einschätzung von Thomas Schwirtz, Bauleiter des Gemeindezentrums, lautet: "Der Turm ist reparabel." Daran sei zum einen die gute Stahlkonstruktion im inneren des Turms Schuld, erklärte er.

Am liebsten würde der Pfarrer im April mit allem abgeschlossen haben. Das Michaelshaus, das solange als Ausweichort gelte, könne für die anstehende Konfirmation zu eng werden, so Becker.

Die Thomaskirche in Espelkamp hatte wohl Glück im Unglück.
Die Thomaskirche in Espelkamp hatte wohl Glück im Unglück.

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