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TAG24-Exklusiv-Interview: Zwei eSport-Profis des VfB Stuttgart über ihre große Leidenschaft

Profi-eSportler Erhan "Dr. Erhano" Kayman und Marcel "Marlut" Lutz vom Fussball-Bundesligist VfB Stuttgart im TAG24-Interview

Erhan Kayman und Marcel Lutz sind Profi-eSportler des Fussball-Bundesligisten VfB Stuttgart und haben im TAG24-Interview über ihre Gaming-Karrieren gesprochen.

Von David Frey

Stuttgart - Das Fussball-Videospiel "FIFA 19" zählt zu den beliebtesten Games, die in Deutschland gezockt werden, vor allem im eSport-Bereich. In diesem Jahr gibt es erstmals eine virtuelle Bundesliga, bei der 22 Bundesligavereine mit professionellen eSportlern teilnehmen. Mit dabei: Der VfB Stuttgart mit Erhan Kayman und Marcel Lutz.

Zum gesamten Kader des VfB Stuttgart gehören neben Erhan noch die beiden eSports-Talente Lukas Seiler, Niklas Luginsland, sowie das bekannte YouTube-Duo "Tisi Schuhbech", bestehend aus Simon Bechtold und Timo Schulz.
Zum gesamten Kader des VfB Stuttgart gehören neben Erhan noch die beiden eSports-Talente Lukas Seiler, Niklas Luginsland, sowie das bekannte YouTube-Duo "Tisi Schuhbech", bestehend aus Simon Bechtold und Timo Schulz.

Erhan Kayman (28) kommt aus Moers bei Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen und sein Gamername lautet: Dr. Erhano.

Marcel Lutz (22) stammt aus Marbach am Neckar, ist also Urschwabe und ist in der virtuellen Welt als Marlut bekannt.

Die beiden Jungs gehören schon seit längerem zu den besten deutschen FIFA-eSportlern und sind seit 2017 beim VfB Stuttgart unter Vertrag. Doch auch außerhalb von Deutschland haben sie sich schon bei internationalen Turnieren einen Namen gemacht und Top-Platzierungen in der Weltrangliste erreicht.

TAG24 Stuttgart hat mit Erhan und Marcel gesprochen und sich mit ihnen über ihre Wege in den professionellen eSport, die laufende FIFA-Saison und ihre Karrieren unterhalten.

TAG24: Erhan und Marcel, professioneller FIFA eSportler zu sein ist ein Traum für viele begeisterte junge Gamer. Wie habt ihr es geschafft, beim VfB Stuttgart einen Profivertrag zu bekommen?

Erhan: Ich hab früher schon immer viele Videospiele gespielt, vor allem Pro Evolution Soccer. Ein Freund hatte mir dann einmal mitgeteilt, dass es ein Turnier gibt. Ich bin dort hingefahren und habe sehr gut abgeschnitten. Dann habe ich mir gedacht, ich mache das Ganze ein bisschen professioneller und konnte mich dann auch direkt für die deutsche Meisterschaft qualifizieren.

Dort habe ich dann auch ordentlich mitgespielt, konnte mich im Anschluss auch in der FIFA-Szene länger oben festsetzen. Und dann hat sich meine eSport-Agentur, bei der Marcel und ich damals unter Vertrag waren, bei mir gemeldet und gesagt: Der VfB Stuttgart würde euch gerne unter Vertrag nehmen.

Marcel: In FIFA 15 hat ein großer YouTuber eine Homepage beworben, bei der man sich kostenlos anmelden und bei Turnieren mitspielen konnte, da gab es sogar Preisgelder und da habe ich einfach mal mitgemacht. Dort habe ich mich ziemlich gut geschlagen und konnte mich für ein Offline-Turnier in London qualifizieren, wurde dort Dritter auf der Xbox.

So konnte ich mir einen Namen machen und habe mich nach einem Jahr FIFA-Pause sogar für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Letzten Endes kam ich dann am gleichen Tag wie Erhan zum VfB.

Fussball-Bundesliga wird auf eSport aufmerksam

Erhan Kayman (links im Bild) und Marcel Lutz bei einem Heimspiel des VfB Stuttgart in der Mercedes-Benz Arena.
Erhan Kayman (links im Bild) und Marcel Lutz bei einem Heimspiel des VfB Stuttgart in der Mercedes-Benz Arena.

TAG24: Wie habt ihr Euch gefühlt, als Euch klar wurde, dass Ihr FIFA professionell für einen Bundesligisten spielen dürft?

Erhan: Dass der eSport jetzt auch von Bundesligisten wahrgenommen wird und sie Interesse an Spielern haben, ist natürlich etwas ganz Tolles. Der VfB war der dritte Verein, der in den eSport eingestiegen ist, das Ganze war noch ziemlich frisch und da habe ich mich natürlich geehrt gefühlt, dass so ein Traditionsverein mich unter Vertrag nehmen wollte.

Marcel: Es ist natürlich schon was Besonderes, weil viele von uns Jungs damals Fußball-Profi werden wollten. Kaum einer hat es allerdings geschafft und jetzt über den eSport auch so was wie ein Fußball-Profi zu werden - auf dem virtuellen Rasen - ist schon ein Traum, der in Erfüllung geht.

TAG24: Erhan, Du hast für den VfB Stuttgart extra Dein Jurastudium unterbrochen. Wie haben Deine Familie und Deine Freunde da reagiert?

Erhan: Das Ding ist: Den eSport kann ich nicht ewig machen, das Studium kann ich früher oder später beenden, deshalb war die Entscheidung dann doch relativ leicht für mich. Meine Freunde standen schon immer dahinter, die meinten: Mach das so!

Der Familie musste ich erstmal plausibel erklären, dass ich mein Studium aufs Eis legen werde, aber ich habe meinen Eltern versprochen, dass ich das Studium definitiv beenden werde und das werde ich auch. Ich habe fünf Jahre Jura durchgezogen, muss nun noch das erste Examen schreiben. Das werde ich auch nach Ablauf meiner eSport-Karriere machen.

TAG24: Dass man als eSportler extrem gut Geld verdienen kann, weiß man bei Spielen wie "Counter-Strike", "League of Legends" und anderen. Wie sieht es bei Euch in FIFA aus?

Erhan: Mittlerweile kann man schon sehr gut davon leben. Und zur Seite legen kann man auf jeden Fall auch noch was. Damit ist das monatliche Fixgehalt gemeint, denn man kann sich auf Preisgelder bei Turnieren, in denen man als Einzelspieler startet, nicht verlassen.

Ebenso wenig auf YouTube-Einnahmen, die schwanken monatlich. Manchmal wird man auch als Influencer eingeladen, da kann man sich auch noch was dazuverdienen.

Vizemeister der 1. Deutschen FIFA-Clubmeisterschaft

Der VfB Stuttgart eSports wurde Deutscher Vizemeister 2019 in der TAG Heuer Virtual Bundesliga.
Der VfB Stuttgart eSports wurde Deutscher Vizemeister 2019 in der TAG Heuer Virtual Bundesliga.

TAG24: Der VfB Stuttgart wurde mit Euch frisch gebackener Vizemeister in der Virtuellen Bundesliga. Winkt Euch nach diesem Erfolg eine Vertragsverlängerung?

Marcel: Gespräche haben wir noch nicht geführt, aber das wird bald der Fall sein. Ich bin zuversichtlich, dass es für uns beim VfB weiter geht, da wir ordentliche Ergebnisse in dieser Saison erzielt haben - gerade in der Virtuellen Bundesliga, was für die Vereine vermutlich interessanter ist als das eine oder andere Einzelturnier von uns.

Da haben die Resultate gestimmt. Ich glaube, niemand hat erwartet, dass wir Vizemeister werden. Denn es ist schwer, sich unter 22 Vereinen durchzusetzen, die alle Profis haben. Von daher hoffe ich, dass Erhan und ich weiterhin eine weiß-rote Zukunft haben.

TAG24: Es gibt viele begeisterte FIFA-Spieler in Deutschland, die Euch als Vorbilder haben und einmal das Gleiche wie ihr machen wollen. Was würdet Ihr den zukünftigen eSportler raten?

Erhan: Auf jeden Fall: Gas geben, wenn ihr merkt, dass ihr ein gewisses Talent dafür habt. Aber natürlich muss zunächst die Schule, Ausbildung, Uni oder der Job an erster Stelle stehen und darf nicht darunter leiden. Erfolgsrezepte gibt es keine, aber ich empfehle immer, die Streams der Profis regelmäßig zu verfolgen. Denn dann seht ihr auch, was die guten eSportler ausmacht und vielleicht könnt ihr den ein oder anderen Trick in euren eigenen Spielstil einfließen lassen.

Marcel: Die wichtigste Frage, mit der ihr Euch am Anfang auseinandersetzen solltet: Seid ihr wirklich bereit, diese ganze Zeit zu investieren? Denn ich bin sicher, viele unterschätzen das, wie schwierig es ist, wirklich ganz nach oben zu kommen und sich dort zu halten. Wenn ihr jemand seid, der gerne mit seinen Freunden rausgeht und am Wochenende lieber feiern geht oder etwas anderes unternimmt, dem würde ich eSport nicht empfehlen. Und wie Erhan richtig gesagt hat, man darf die Schule nicht unterschätzen.

Professioneller eSport ist ein Vollzeitjob und deshalb wäre es sinnvoll, neben der Schule schon gut zu trainieren, am ein oder anderen Turnier teilzunehmen und bei Erfolg dann nach dem Schulabschluss den Weg in den Profibereich zu suchen.

Fotos: VfB Stuttgart, DPA

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