Grimme-Preis für Youtuber LeFloid? Jan Böhmermann gewinnt einen Preis

Essen – Das Grimme-Institut gibt am Dienstag (11.00 Uhr) bekannt, wer in diesem Jahr einen Grimme-Preis für vorbildliches Fernsehen bekommt. Hoffnungen dürfen sich auch zwei Youtube-Produktionen machen.

LeFloid (31) ist mit dem Format "LeFloid Vs. The World" für einen Grimme-Preis nominiert.
LeFloid (31) ist mit dem Format "LeFloid Vs. The World" für einen Grimme-Preis nominiert.  © DPA

72 Produktionen waren in der Endauswahl um einen der bis zu 16 Preise. Vier Auswahlkommissionen hatten die Produktionen in den Kategorien Fiktion, Information & Kultur, Unterhaltung sowie Kinder & Jugend aus mehr als 850 Vorschlägen ausgewählt.

Die Preise für herausragende TV-Produktionen werden am 5. April im Theater Marl zum 55. Mal verliehen. Die Gala wird von Dunja Hayali moderiert.

Unter den Nominierten sind die privaten Anbieter mit insgesamt elf Nominierungen erneut stark vertreten. Zum ersten Mal sind in diesem Jahr mit "LeFloid VS. The World" und "Neuland" zwei Produktionen des Pay-Channels "YouTube Premium" dabei. Nominiert wurde mit "Beat" auch eine deutsche "Amazon Prime"-Serie.

Der undotierte Grimme-Preis zeichnet Fernsehsendungen und -leistungen aus, die als vorbildlich und modellhaft bewertet wurden. Er gilt als einer der wichtigsten Preise für Qualitätsfernsehen in Deutschland. Stifter des Preises ist der Deutsche Volkshochschul-Verband.

Die Auszeichnung wird seit 1964 jährlich verliehen. Jeder Zuschauer kann ebenso wie Fernsehanstalten und Produzenten Sendungen vorschlagen.

Update, 11.30 Uhr

Kein Grimme-Preis ohne Jan Böhmermann: Der bereits mehrfach ausgezeichnete Moderator und Fernsehmacher und sein Team erhalten die begehrte Fernsehauszeichnung in diesem Jahr für "Lass dich überwachen! – Die Prism Is A Dancer Show" (ZDF/ZDFneo) zum Umgang mit persönlichen Daten im Internet.

Insgesamt zeichnet das Grimme-Institut in diesem Jahr erneut 16 Produktionen und herausragende Leistungen im Fernehen aus. Von ihnen sind 13 den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zuzuordnen, 3 privaten Anbietern.

Darunter sind zwei Serien: "Hackerville" (HBO Europe/TNT Serie) und "Beat" (Amazon Prime Video), wie das Grimme-Institut am Dienstag in Essen mitteilte.

Instituts-Direktorin Frauke Gerlach stellte bei der Bekanntgabe der Grimme-Preisträger einen besonderen Fokus auf Gegenwartsthemen fest: Es habe sich in allen Kategorien beobachten lassen, "wie aktuelle Diskurse um Cyberkriminalität, Rechtspopulismus oder soziale Ungerechtigkeit durch mitreißend inszenierte, umfassend recherchierte, aber auch humoristische Geschichten transportiert werden".

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