Essener Tafel greift durch: Hier werden nur noch Deutsche aufgenommen

Wer sich bei der Tafel in Essen neu anmelden will, muss deutsch sein. (Symbolbild)
Wer sich bei der Tafel in Essen neu anmelden will, muss deutsch sein. (Symbolbild)  © DPA

Essen - Aufnahmestopp in einer Essener Tafel! Wer hier nicht deutsch ist, kann sich vorerst nicht bei der Einrichtung neu anmelden.

Grund für diesen drastischen Schritt sei der hohe Anteil an Flüchtlingen und Zuwanderern, der laut Angaben des Vereins zwischenzeitlich bei 75 Prozent lag. "Wir wollen, dass auch die deutsche Oma weiter zu uns kommt", erklärt der Vorsitzende Jörg Sartor (61) gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Deshalb sah man sich gezwungen, ab Januar keine Berechtigungskarten mehr an Ausländer auszuhändigen, so der 61-Jährige auf BILD-Anfrage.

61 Prozent der 1800 Tafel-Nutzerkarten wären demnach zeitweise im Besitz von Ausländern gewesen. Vor der Flüchtlingswelle soll das ganz anders ausgesehen haben.

"Es kamen immer weniger Deutsche", meint der Vorsitzende. Man hätte das Gefühl gehabt, dass ein "Verdrängungswettbewerb" stattfand.

Bemerkbar, soll das vor allem an den Warteschlangen vor der Einrichtung gewesen sein. Standen an Aufnahmetagen bis zu 120 Leute an, befanden sich darunter "viele alleinstehende ausländische Männer". Das hätte andere gestört: "Da stellt sich die ältere deutsche Dame oder die alleinerziehende Mutter nicht hin."

Der Aufnahmestopp soll allerdings nur vorübergehend sein. Vor der Entscheidung habe man lange darüber diskutiert. Mit der Maßnahme soll wieder ein Gleichgewicht zwischen Deutschen und Ausländern hergestellt werden.

"Wir haben uns mit der Entscheidung verdammt schwer getan. Wir sind politisch absolut neutral", erklärt Jörg Sartor der Bild.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0