Fahrt durch Fußgängerzone: Wut auf Bank soll Motiv sein

Essen - Der 19-jährige Tadschike, der am Freitag durch eine Essener Fußgängerzone gefahren ist, soll aus Wut über eine Zurückweisung in einer Bankfiliale gehandelt haben.

Der 19-Jährige wird nach seiner Irrfahrt von zwei Polizisten abgeführt.
Der 19-Jährige wird nach seiner Irrfahrt von zwei Polizisten abgeführt.  © DPA

"Es sieht so aus, als wäre das Motiv gewesen, dass er in einer Bankfiliale abgewiesen wurde, weil er seinen Ausweis nicht dabei hatte", sagte die Essener Staatsanwältin Sonja Hüppe am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Daraufhin sei er wütend geworden. Der 19-jährige Tadschike soll am Freitagvormittag gegen 9.30 Uhr mit "erhöhter Geschwindigkeit" durch die Fußgängerzone gefahren sein (TAG24 berichtete).

Verletzt wurde niemand. Ermittelt wird wegen versuchten Mordes. Der junge Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Die Fahrt war am Freitag Auslöser für einen Anti-Terror-Einsatz der Polizei in zwei Bundesländern (TAG24 berichtete).

Die Ermittler konnten zunächst nicht ausschließen, dass der Tadschike in Essen zu einer schon länger beobachteten Gruppe mutmaßlicher IS-Anhänger mit zahlreichen tadschikischen Mitgliedern gehörte.

Befürchtet wurde, dass die Tat in Essen der Auftakt für mehrere Anschläge sein könnte. Später stellten die Behörden aber fest, dass es zwischen dem Mann und der Gruppe keinen Zusammenhang gibt.

Titelfoto: DPA

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