Trockenheit: Landwirte befürchten Ertragseinbußen

Essen – Das trockene und heiße Wetter macht vielen Ackerbauern in NRW zu schaffen.

Die ungewöhnlich starke Trockenheit gepaart mit extremer Hitze und starkem Wind setzt allen Kulturen auf den Feldern erheblich zu.
Die ungewöhnlich starke Trockenheit gepaart mit extremer Hitze und starkem Wind setzt allen Kulturen auf den Feldern erheblich zu.  © DPA

Grund ist der ausbleibende Regen, gepaart mit hohen Temperaturen. Schon gab es die ersten Brände: So musste am vergangenen Wochenende etwa die Feuerwehr Witten vier Flächenbrände löschen.

Eine Wetteränderung ist nicht in Sicht: "Es bleibt überwiegend warm und trocken", sagt Meteorologe Gerd Budilovsky vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen.

In den Wäldern herrscht erhöhte Waldbrandgefahr. Für weite Landesteile gilt Gefahrenstufe vier - von fünf möglichen. Gerade ältere Bäume hätten Probleme mit der Trockenheit.

So würden manche Buchen im mittleren Ruhrgebiet schon Blätter verlieren oder ganz absterben. Schon im vergangenen Jahr habe es eine Trockenheit gegeben.

Auch vielen Ackerbauern macht das Wetter zu schaffen. "Wir rechnen mit Ertragseinbußen in einem erheblichen Ausmaß", sagt Heinrich Brockerhoff, Getreideexperte bei der Landwirtschaftskammer NRW in Köln. Er schätzt, dass die Erträge häufig mindestens zehn Prozent unter dem Durchschnitt liegen werden.

Bei Raps könnten es sogar über 30 Prozent sein. Bei der vor einigen Tagen begonnenen Ernte von Wintergerste seien Erträge und Qualitäten im Westen zwar zufriedenstellend bis gut, im Osten NRWs gebe es wegen geringerer Niederschläge aber ebenfalls Einbußen.

Beim Winterweizen, der wichtigsten Getreideart in NRW, seien die Auswirkungen der Hitze dramatischer. "Denen wird jetzt wirklich der Wasserhahn zugedreht."

Auf den Feldern herrschten in der Sonne mitunter 50 Grad - zu viel für die Pflanzen, um noch weiterzuwachsen.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0