Tod einer vierköpfigen Familie: Jetzt ist die Todesursache klar

Das farb- und geruchslose Gas ist womöglich aus der Heizungsanlage ausgetreten. (Archivbild)
Das farb- und geruchslose Gas ist womöglich aus der Heizungsanlage ausgetreten. (Archivbild)  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Esslingen - Die in Esslingen tot in ihrer Wohnung gefundene Familie ist an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben.

Das ergab die Obduktion der Leichen, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Mittwoch auf Anfrage mitteilte.

Zuvor hatte bereits alles auf diese Todesursache hingedeutet. Vieles spreche dafür, dass das farb- und geruchslose Gas womöglich an der Heizungsanlage des Hauses ausgetreten sein könnte, hieß es bei der Polizei.

Der giftige Stoff entsteht beim Verbrennen von Kohle oder Gas und führt zu Bewusstlosigkeit und zum Erstickungstod. Die Polizei geht von einem Unglück aus.

Die beiden 29 Jahre alten Eltern und ihre drei und vier Jahre alten Kinder wurden von Angehörigen am Montagmittag durch ein Fenster leblos entdeckt.

An der Todesursache bestehen nun keine Zweifel mehr. (Archivbild)
An der Todesursache bestehen nun keine Zweifel mehr. (Archivbild)  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Die Obduktion hatte die letzten Zweifel daran ausgeräumt, dass die beiden 29 Jahre alten Eltern und ihre drei und vier Jahre alten Kinder tatsächlich an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben sind.

Angehörige hatten die Toten am Montagmittag durch ein Fenster entdeckt und per Notruf die Rettungskräfte alarmiert. Messtechniker sprachen von einer erhöhten Konzentration von sehr giftigem Kohlenmonoxid in dem Wohnhaus.

Das farb- und geruchlose Gas entsteht unter anderem beim Verbrennen von Kohle oder Gas und führt zu Bewusstlosigkeit und zum Erstickungstod.

Bei den Toten handelt es sich um eine türkischstämmige Familie aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern. 50 bis 60 Angehörige und Bekannte der Familie waren am Montag zum Unglückshaus gekommen.

Kohlenmonoxid (CO) entsteht unter anderem, wenn Materialien ohne genügend Sauerstoff verbrennen, etwa in geschlossenen Räumen oder bei defekten Heizanlagen. Bei der Lagerung von Holzpellets kann ebenfalls CO entstehen.

Auch an Stromaggregaten, die meist mit Diesel oder Benzin betrieben werden, entstehen giftige Abgase wie Kohlenmonoxid.

Titelfoto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart


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