TU Dresden will Essgestörte mit Sofort-Hilfe-Programm unterstützen

Dresden - Die TU Dresden sagt Essstörungen den Kampf an: Da betroffene Frauen oft viel zu lang auf einen Therapieplatz warten müssen, haben Psychologen ein Sofort-Hilfe-Programm entwickelt. Das Besondere: Alles läuft online via Tastatur und Mausklick.

TU-Psychologin Bianka Vollert (27) zeigt die Online-Hilfe-Seite auf einem Tablet.
TU-Psychologin Bianka Vollert (27) zeigt die Online-Hilfe-Seite auf einem Tablet.  © Thomas Türpe

"In der Regel müssen Frauen mit Essstörungen mindestens drei Monate auf einen Therapieplatz warten. Frustriert darüber geben viele auf", sagt TU-Psychologin Bianka Vollert (27).

Um den Kranken mit Essstörungen (etwa Bulimie, Essattacken) zu helfen, entwickelte sie mit Kollegen im Rahmen einer Studie ein Online-Programm.

Wer mitmacht, braucht nur einen Computer. In acht wöchentlichen virtuellen Sitzungen erfahren Betroffene mehr über ihre Krankheit, führen Tagebuch, machen praktische Übungen, können sich austauschen, erhalten Rückmeldung von Psychologen.

"So braucht niemand hilflos bleiben, werden Grundlagen für die spätere Therapie geschaffen", sagt Studienkoordinatorin Vollert.

Teilnahme für Frauen ab 18 (ohne Magersucht) kostenfrei und anonym. Anmeldung unter https://icare-online.eu/de/everybody-plus.html

Titelfoto: Thomas Türpe

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