Eurofighter-Unglück: Ursache für Absturz weiter unklar

Nossentiner Hütte/Berlin - Einen Monat nach dem Absturz zweier Eurofighter-Kampfflugzeuge an der Mecklenburgischen Seenplatte ist die Ursache weiter unklar.

Mitarbeiter der Bundeswehr haben in ihrem blauen Müllsack ein Wrackteil, das auf die Spielwiese eines Kindergartens geknallt war.
Mitarbeiter der Bundeswehr haben in ihrem blauen Müllsack ein Wrackteil, das auf die Spielwiese eines Kindergartens geknallt war.  © Christophe Gateau/dpa

Wie ein Sprecher der Bundesluftwaffe erklärte, werden Ermittlungen dazu wohl noch mehrere Monate dauern. "Das ist ein sehr komplexes Geschehen."

Die Absturzstellen östlich und westlich von Nossentiner Hütte sind von Trümmern geräumt. Dort laufen aber weiter Untersuchungen und der Austausch von Erdreich, das mit Kerosin und Kunststofffasern kontaminiert wurde, die beim Brand der Wracks freigesetzt wurden.

"Bei uns ist inzwischen alles wieder relativ normal, nur wenn jetzt ein Flugzeug hier rüberfliegt, ist das ganz anders als vorher", sagte Birgit Kurth, Bürgermeisterin und zuständige Amtsleiterin. Die Leute fänden weiterhin Wrackteile, die in Container gelegt werden.

Bei einer Luftkampfübung waren am 24. Juni zwei von drei Militärjets kollidiert und abgestürzt (TAG24 berichtete). Ein Ausbilder-Pilot, dessen Maschine westlich von Nossentiner Hütte in ein Feld stürzte, konnte sich retten. Ein 27 Jahre alter Pilot, dessen Flugzeug in Brand geriet und in einen Wald stürzte, starb.

Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr stehen Container der Bundeswehr, in die Bürger Fundstücke nach dem Eurofighter-Unglück legen sollen.
Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr stehen Container der Bundeswehr, in die Bürger Fundstücke nach dem Eurofighter-Unglück legen sollen.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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