Krasse Regeländerung im Europapokal geplant

Rom - Die Auswärtstor-Regel im Europapokal könnte schon bald Fußball-Geschichte sein. Bei ihrer Sitzung in Rom werden die Mitglieder des UEFA-Exekutivkomitees um DFB-Präsident Reinhard Grindel am Mittwoch über die Abschaffung diskutieren.

Dusan Tadic (r) von Ajax Amsterdam trifft im Spiel gegen Bayern München.
Dusan Tadic (r) von Ajax Amsterdam trifft im Spiel gegen Bayern München.  © DPA

Mit einer Entscheidung wird nach dpa-Informationen noch nicht gerechnet. Die Tendenz ist allerdings eindeutig, die Regel nach einer Empfehlung der Fußball-Kommission des europäischen Kontinentalverbandes aufzuheben.

Derzeit kommt in der Champions League und in der Europa League jene Mannschaft eine Runde weiter, die bei Torgleichstand aus Hin- und Rückspiel mehr Auswärtstore erzielt hat. Im Fußballjargon entstand so die mathematisch nicht ganz korrekte Aussage, dass "Auswärtstore doppelt zählen".

Stattdessen könnte es künftig bei Torgleichstand zu einer Verlängerung kommen - so wie bereits jetzt bei exakt gleichen Hin- und Rückspielresultaten.

Zuletzt hatten sich im September mehrere internationale Spitzentrainer wie José Mourinho oder Thomas Tuchel nach einem Treffen in der UEFA-Zentrale in Nyon für eine Abschaffung der Regel ausgesprochen.

Was bedeutet die Auswärtstorregel genau?

Im Europapokal ist es in den K.O.-Spielen den Mannschaften wichtig, auswärts möglichst mindestens ein Tor zu erzielen, auch wenn ein Spiel verloren wird. Denn herrscht nach Hin- und Rückspiel Gleichstand, kommt das Team eine Runde weiter, welches mehr Auswärtstore geschossen hat.

Wenn in der Gruppenphase zwei Mannschaften die gleiche Punktzahl und das gleiche Torverhältnis haben, kommt die Regel ebenfalls zur Anwendung.

DFB-Präsident und Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, Reinhard Grindel.
DFB-Präsident und Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, Reinhard Grindel.  © DPA

Titelfoto: DPA

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