Plötzlich will Kirchenmann Rentzing nichts mehr sagen

Dresden - Volksnah ist anders: Der bisherige Bischof der evangelischen Landeskirche Sachsen, Carsten Rentzing (52), wird sich nun doch nicht mehr öffentlich zu seinem Rücktritt äußern. Bislang war das anders angedacht. Dafür gibt es aber einen innerkirchlichen Abschied.

Der scheidende, schweigende Bischof Carsten Rentzing (52).
Der scheidende, schweigende Bischof Carsten Rentzing (52).  © epd-bild/Matthias Rietschel

Rentzing war bis Donnerstag im Amt. Zur Zeit ist er krankgeschrieben, heißt es aus Kirchenkreisen. Verabschiedet wird er in einem Gottesdienst zu Beginn der Herbstsynode am 15. November in der Dresdner Dreikönigskirche.

"Im Anschluss an den Gottesdienst beabsichtigt er, ein Wort an die Mitglieder der Landessynode zu richten", so ein Sprecher der Landeskirche.

Unterdessen beginnt bereits die Suche nach einem Nachfolger. Dazu sollen heute auf einer erweiterten Präsidiumssitzung der Kirchenleitung erste Schritte eingeleitet werden.

Die Wahl des neuen Bischofs findet am 29. Februar und am 1. März statt. Bis dahin werden die sächsischen Superintendenten drei Namensvorschläge an die Männer und Frauen des Kirchenparlaments (Synode) machen, weitere Vorschläge der Synodalen selbst sind möglich.

Eine Personalie dürfte sich bereits erledigt haben: Trotz Ambitionen auf ein Bischofsamt gilt der Superintendent für Dresden-Mitte, Christian Behr (58), als wenig chancenreich. So hatte er sich im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche als neuer Bischof beworben, unterlag aber im März 2019.

Zudem gilt Behr Insidern zufolge als "zu SPD-affin" für die konservative sächsische Landeskirche.

Christian Behr (58).
Christian Behr (58).  © Eric Münch

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0