Mann von Ex-Freundin in Hinterhalt gelockt? Dann soll ihr Onkel zugestochen haben

Gera - Wegen versuchten Mordes an ihrem Ex-Freund steht eine 21-Jährige von Mittwoch ab 9 Uhr an vor dem Landgericht Gera.

Zweimal soll der Onkel auf den Mann eingestochen haben. (Symbolbild)
Zweimal soll der Onkel auf den Mann eingestochen haben. (Symbolbild)  © 123RF/ Thanakorn Suppamethasawat

Laut Anklage soll sie den Mann Anfang Juni 2017 in einen Hinterhalt am Jenaer Saaleufer gelockt haben. Dort habe ihm ihr Onkel einen Strick um den Hals gezogen, zweimal mit einem Messer in den Rücken gestochen und schließlich in den Fluss gestoßen, so der Vorwurf.

Anlass soll die Beziehung zwischen dem Mann und der jungen Irakerin gewesen sein, die von der Familie der Frau strikt abgelehnt wurde.

Der Mann war bei dem Angriff schwer, laut Gericht aber nicht lebensgefährlich verletzt worden. Ein Angler an der Saale hatte seine Hilferufe gehört und die Polizei gerufen.

Daraufhin waren die Frau und ihr Onkel geflüchtet. Die Schülerin lebt nach Gerichtsangaben seit Ende 2015 mit ihrer Familie in Deutschland. Ihr Onkel sei untergetaucht und habe deswegen noch nicht vor Gericht gestellt werden können, hieß es.

In Gera wird der Fall verhandelt.
In Gera wird der Fall verhandelt.  © DPA

Angeklagte will von Angriff nichts gewusst haben

Update 11.11 Uhr: Im Prozess um den versuchten Mord in Jena hat die Angeklagte jegliche Tötungsabsicht bestritten. Sie haben zu keinem Zeitpunkt gewusst oder geahnt, dass ihr Onkel ihren Ex-Freund habe angreifen oder töten wollen, ließ die 21-jährige Irakerin am Mittwoch vor dem Landgericht Gera über ihren Anwalt erklären.

Sie räumte aber ein, den Onkel über einen gemeinsamen Spaziergang am Saaleufer und ihren genauen Standort informiert zu haben.

Titelfoto: 123RF/ Thanakorn Suppamethasawat

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