Krebs-Angst bei Benjamin Köhler: Plötzlich waren die Schmerzen zurück

Benjamin Köhler im Trikot der Eintracht im Spiel gegen Hansa Rostock 2012.
Benjamin Köhler im Trikot der Eintracht im Spiel gegen Hansa Rostock 2012.  © DPA

Berlin - Der frühere Bundesligaprofi Benjamin Köhler (37) erhielt Anfang 2015 die erschütternde Diagnose: Krebs. Nach monatelanger Therapie kämpfte sich der Mittelfeldspieler zurück auf den Platz. Doch auch nach der Heilung, bleibt ein Risiko, dass die Krankheit zurückkehrt. Aber daran denken will der Berliner nicht.

"Er kann immer zurückkommen. Im ersten Jahr ist die Rückfallquote am höchsten – und das Jahr habe ich schon überstanden. Umso länger nichts kommt, desto besser stehen die Chancen", sagte der ehemalige Mittelfeldspieler vom 1. FC Union Berlin und Eintracht Frankfurt der Märkischen Allgemeinen Zeitung am Donnerstag. "Aber ich will mir da auch gar nicht so viele Gedanken machen, ich fühle mich gut."

In der vergangenen Saison stand der 37-Jährige noch beim 1. FC Union Berlin unter Vertrag, absolvierte aber kein Pflichtspiel mehr und beendete anschließend nach insgesamt vier Jahren seine aktive Laufbahn bei den Eisernen.

Benjamin Köhler aufgenommen während des offiziellen Fototermins der Saison 2016/2017 im Trikot vom 1. FC Union Berlin.
Benjamin Köhler aufgenommen während des offiziellen Fototermins der Saison 2016/2017 im Trikot vom 1. FC Union Berlin.  © DPA

Vor zwei Monaten habe er Schmerzen im Hüft- und Beckenbereich gehabt und dachte wieder an den Krebs.

"Wenn so etwas ist, gehen bei mir immer sofort die Alarmglocken an. Ich habe mich dann bei mehreren Ärzten komplett durchchecken lassen und keiner hat etwas gefunden", so der 37-Jährige.

Nach zwei Wochen waren die Schmerzen verschwunden. Am Samstag nimmt Köhler mit einer Legenden-Mannschaft von Union am Berliner Traditionsmasters in der Halle teil.

Nach seinem Karriereende will er sich nun andere Betätigungsfelder suchen. "Ich werde im September eine Eisdiele in der Warschauer Straße eröffnen." Er habe auch noch einige weitere Ideen.