Ex-HSV-Trainer Zinnbauer heuert in Südafrika an und hat mächtig Ärger

Hamburg/Johannesburg - Es klingt wie ein Traum: Fußball-Trainer in Südafrika! Für den ehemaligen HSV-Trainer Joe Zinnbauer könnte sich dies allerdings zu einem Albtraum entwickeln.

Trainer Joe Zinnbauer posiert mit dem Trikot seines neuen Vereines Orlando Pirates
Trainer Joe Zinnbauer posiert mit dem Trikot seines neuen Vereines Orlando Pirates  © Screenshot/Twitter/OrlandoPirates

In der vergangenen Woche unterschrieb der 49-Jährige beim südafrikanischen Traditionsverein Orlando Pirates einen Drei-Jahres-Vertrag.

"Ich freue mich über die Gelegenheit, einen der prestigereichsten Clubs auf dem afrikanischen Kontinent zu führen", sagte er bei seiner Vorstellung.

Mit großen Beifall wurde seine Verpflichtung aber nicht gefeiert, ganz im Gegenteil, sie löste kritische Reaktionen aus.

"JZ", wie Joe Zinnbauer von Südafrikas Medien genannt wird, habe "eine Menge zu beweisen", schrieb die Zeitung "City Press" am Montag.

Die Verwunderung ist groß, dass in Zinnbauer ein eher unbekannter Coach aus Europa den Vorzug vor heimischen Trainern erhalten hat.

"Der Club hat in den letzten zehn Jahren elf Trainer beschäftigt, von denen nur zwei schwarz waren", kritisierte die Zeitung weiter.

Nach Medienangaben soll Zinnbauer bereits am Samstag in Soweto gegen die Black Leopards auf der Trainerbank sitzen, auch wenn er aktuell noch auf eine offizielle Arbeitserlaubnis wartet.

Zinnbauer war mehr als zwei Jahren ohne Verein

Die Orlando Pirates belegen aktuell den siebten Platz in der südafrikanischen Liga, in der 2012 der fünfte und bis dato letzte Titelgewinn gelang.

Zinnbauer übernahm in der Saison 2014/15 den Trainerjob von Mirko Slomka beim Hamburger SV, als dieser noch in der ersten Liga spielte. Mit einem achtbaren 0:0 gegen Bayern München startete er damals.

Nach 23 weiteren Spielen war dennoch Schluss, denn aus diesen holte er nur sechs Siege und fünf Unentschieden. In der kommenden Saison trainierte Zinnbauer für acht Spiele die zweite HSV-Mannschaft in der Regionalliga, anschließend musste er gehen.

Zuletzt war der 49-Jährige beim FC St. Gallen in der Schweiz tätig, wo er allerdings Anfang Mai 2017 entlassen wurde. Seitdem war er ohne Verein.

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