Nach CFC-Rauswurf: Ex-Kapitän Daniel Frahn macht klare Ansage

Chemnitz - Der ehemalige CFC-Stürmer Daniel Frahn hat sich nun selbst zu den rassistischen Äußerungen der Anhänger des Drittligisten Chemnitzer FC geäußert und sich über Facebook entschieden davon distanziert.

Daniel Frahn spielte insgesamt drei Jahre für den Chemnitzer FC, schoss die Himmelblauen letztes Jahr zum Aufstieg in Liga Drei.
Daniel Frahn spielte insgesamt drei Jahre für den Chemnitzer FC, schoss die Himmelblauen letztes Jahr zum Aufstieg in Liga Drei.  © Robert Michael/ZB/dpa

"!!!!! Respekt und Akzeptanz !!!!! " sind die einleitenden Worte des 32-Jährigen Ex-Kapitäns der Himmelblauen.

"Aufgrund rechtlicher Schritte" habe er bislang darauf verzichtet, sich zu den Äußerungen und dem Trubel um seine Person zu Wort zu melden, doch "nun ist aber ein Punkt erreicht, an dem weiteres Schweigen ein fatales und vor allem falsches Signal wäre.", erklärt der gebürtige Potsdamer in der Folge.

"Ich wehre mich erneut dagegen als Sympathisant von rechtsradikalen Gruppierung dargestellt oder mit rechtem Gedankengut in Verbindung gebracht zu werden". Die Verunglimpfungen und Äußerungen von "Teilen des Fan-Anhangs" seien für Frahn "vollkommen inakzeptabel", lässt er verlauten.

"Diese Personen gehören vom Verein ausgeschlossen", lautete sein klares Zeichen.

Frahn kritisiert "Inhalt sowie Art und Weise" wie über ihn gesprochen wurde

CFC-Sportdirektor Thomas Sobotzik musste sich von den eigenen Fans wüste Beschimpfungen und Beleidigungen anhören.
CFC-Sportdirektor Thomas Sobotzik musste sich von den eigenen Fans wüste Beschimpfungen und Beleidigungen anhören.  © Robert Michael/ZB/dpa

Er selbst kritisiert auch den Umgang mit seiner Person, fühlt sich "diffamiert" und "beleidigt" und sieht es als "absoluten Tiefschlag", dass sein Name in Zusammenhang mit rassistischen Beleidigungen genannt wird.

Seinen Post beendet er mit einem klaren Appell: "Politische Diskriminierungen schaden sowohl massiv dem Verein als auch dem Ansehen der Stadt Chemnitz, unterlasst diesen Schwachsinn. Rassismus, Antisemitismus und jede andere Form von Ausgrenzung verurteile ich aufs Äußerste!"

Während des 2:2 Unentschiedens der Chemnitzer bei der Reserve vom FC Bayern, sollen Teile der Fans Sportdirektor Thomas Sobotzik als "Judensau" beschimpft haben und sich mit dem Anfang August entlassenen Stürmer Daniel Frahn solidarisiert haben. Dabei sollen unter anderem Äußerungen wie "Frahn ist wenigstens kein Neger" gefallen sein.

Frahn hat indes gegen seine Kündigung am Arbeitsgericht in Chemnitz geklagt. Ein erster Gütetermin soll Mitte September stattfinden.

Der aktuell noch vereinslose Profi war in seiner Karriere unter anderem für Hertha BSC Berlin, RB Leipzig und zuletzt beim Chemnitzer FC aktiv. Nachdem er nach einem Jahr bei 1.FC Heidenheim unter Vertrag stand, schnürte er seit August 2016 die Schuhe für den Ost-Klub.

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