Ex-Model klaut dementer Großmutter 270.000 Euro für besseren Lifestyle

Naseby (Großbritannien) - Das ehemalige arbeitslose britische Model/Designerin Emily Rosina Evans-Schreiber (38) wurde angeklagt, ihrer wehrlosen dementen Oma Rosina Evans insgesamt umgerechnet knapp 270.000 Euro gestohlen zu haben, um sich einen besseren Lifestyle zu finanzieren. Am Freitag wurde sie verurteilt.

Von dem gestohlenen Geld leistete sie sich einige Luxus-Urlaube. (Symbolbild)
Von dem gestohlenen Geld leistete sie sich einige Luxus-Urlaube. (Symbolbild)  © 123RF/citalliance

Als die diebische Schönheit Emily Rosina Evans-Schreiber (38) begann, ihre Großmutter zu bestehlen, hatte sie selbst gerade einmal umgerechnet knapp 60 Euro auf ihrem Konto, berichtet die "New York Post".

Das ist wahrlich weder für einen glamourösen noch für einen "normalen" Lebensstil ausreichend.

Also beschloss das ehemalige Model zu handeln. Was ist da einfacher, als eine hilflose alte Dame zu beklauen, die praktischerweise auch noch die eigene Großmutter ist, deren Finanzen man verwalten soll und die eh alles wieder vergisst? Arbeiten gewiss nicht!

Im April 2018 begann ihre zunächst erfolgreiche Karriere als Diebin, berichtet die "BBC".

Durch den neuen Geldsegen war es der 38-Jährigen jetzt endlich möglich, sich allerlei Luxusgüter zu leisten und durch die Welt zu jetten. Etwa ein halbes Jahr lang lebte sie ein Leben in Saus und Braus. Und das alles, obwohl sie arbeitslos war.

Schließlich wurde ihre eigene Mutter Clare Evans-Schreiber skeptisch. Diese hatte sich zunehmend über den ausschweifenden Lebensstil ihrer Tochter gewundert und daraufhin die entsprechende Bank und die Polizei kontaktiert.

Wie die Beamten schließlich herausfanden, hatte die beschuldigte Emily Rosina Evans-Schreiber zwischen April und Dezember 2018 immer wieder Geld von dem Konto ihrer Großmutter auf ihr eigenes überwiesen. Insgesamt umgerechnet etwa 270.000 Euro.

Besonders große Mühe, ihre Gaunereien zu vertuschen, gab sie sich dabei scheinbar nicht. Sie deklarierte die regelmäßigen Transaktionen einfach als Pflege, Ersparnisse oder auch einfach nur als Rechnungen.

Das Leben in Saus und Braus ist jetzt vorbei

Die Beamten fanden bei ihr in der Wohnung Markenkleidung, Schuhe, Handtaschen und Sonnenbrillen. (Symbolbild)
Die Beamten fanden bei ihr in der Wohnung Markenkleidung, Schuhe, Handtaschen und Sonnenbrillen. (Symbolbild)  © 123RF/welcomia

Die Polizei durchsuchte daraufhin die Wohnung der Verdächtigen. Was man fand, war wohl eher untypisch für eine arbeitslose Frau. Allerlei Luxusprodukte, Markenkleidung, Schuhe, Handtaschen und Sonnenbrillen. Außerdem soll sie von dem Geld einige Reisen und teure Hotels bezahlt haben.

Am Schluss soll ihre mittlerweile verstorbene Großmutter nur noch umgerechnet etwa 6.300 Euro auf ihrem Konto gehabt haben.

Jetzt hat es sich aber ausgeklaut. Am Freitag wurde die 38-Jährige verurteilt.

Carolina Guiloff verteidigte die Diebin vor Gericht. "Es wäre falsch, den Eindruck zu erwecken, dass diese Frau kalt und gefühllos war und keine Rücksicht auf ihre Großmutter nahm", so die Anwältin vor Gericht. Ebenfalls hielt sie ihr zugute, dass sie immerhin genug Geld übrig ließ, um die Arztrechnungen ihrer Oma zu bezahlen.

Außerdem schenkte sie ihr auch immer mal wieder Blumen und Pralinen von dem Geld. Na dann ist ja alles halb so wild, oder?

Richterin Rebecca Crane sah das wohl etwas anders. Sie verhängte eine zweijährige Freiheitsstrafe, von denen allerdings 20 Monate auf Bewährung ausgesetzt wurden, da die verurteilte Diebin ein kleines Kind hat, für das sie alleine sorgen muss.

Außerdem muss sie 150 Stunden soziale Arbeit leisten und an einem Anti-Alkohol-Programm teilnehmen.


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