Mit Spenden abgehauen? Ex-POGIDA-Chef in Urlaubsparadies verhaftet

Christian Müller (33) auf einer POGIDA-Demo. Er wurde jetzt auf Fuerteventura festgenommen und soll an Deutschland ausgeliefert werden.
Christian Müller (33) auf einer POGIDA-Demo. Er wurde jetzt auf Fuerteventura festgenommen und soll an Deutschland ausgeliefert werden.  © DPA

Potsdam – Der ehemalige Organisator und Anmelden des fremdenfeindlichen PEGIDA-Ablegers in Potsdam, POGIDA, wurde auf den Kanaren verhaftet.

Christian Müller (33) hatte sich aus Deutschland abgesetzt und war in seiner Abwesenheit im Februar 2016 zu einem Jahr Haft verurteilt, weil er laut Urteil in der Silvesternacht 2014/15 zwei Partygäste schwer verprügelt hatte. Die Ankläger hatten ursprünglich 16 Monate Haft gefordert. Das Landgericht Potsdam hatte Müllers Berufung gegen das Urteil Mitte April verworfen.

Danach war er europaweit zur Fahndung ausgeschrieben worden. Jetzt schlug die Polizei auf Fuerteventura zu. Wie die Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) berichten, soll er an Deutschland ausgeliefert werden.

Vor etwa zwei Wochen, am 7. September 2017, verhafteten Zielfahnder der spanischen Polizei Müller in Morro De Jable. Verraten hatte sich der Intensivtäter (Körperverletzung, Drogen) selbst, indem er laut PNN eine größere Geldsumme in eine Tanzbar in Morro de Jable investierte. Seine Freundin sei dort die Chefin, er war als Angestellter geführt.

Weggefährten aus seiner POGIDA-Zeit sollen den Verdacht haben, dass er das Geld, welches er in den Laden investierte, aus Spendengeldern von POGIDA-Spaziergängern veruntreut hatte. Müller selbst streitet das ab, allerdings hatte er auch abgestritten, sich abgesetzt zu haben.

Die Bar soll zwei Tage nach der Festnahme geschlossen worden sein. Müller wird wohl in den kommenden Tagen nach Deutschland ausgeliefert, und sitzt dann hier seine Strafe ab.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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