Drama vor unserer Haustür: So leben die Obdachlosen vom Hauptbahnhof

Leipzig - Manche von ihnen sind alkohol- andere drogenabhängig, ein paar von ihnen schon in jungen Jahren hier gestrandet: die Obdachlosen vom Leipziger Hauptbahnhof. Das Reportage-Team von "Exakt - die Story" hat sie begleitet und eine spannende Dokumentation über die Leben von manchen von ihnen gedreht.

Vor dem Bahnhof sitzen Bettler bei jeder Witterung und trinken. An diesem Abend geht es Melanie (links im Bild) besonders schlecht. Sie hat vor wenigen Tagen ein Kind geboren.
Vor dem Bahnhof sitzen Bettler bei jeder Witterung und trinken. An diesem Abend geht es Melanie (links im Bild) besonders schlecht. Sie hat vor wenigen Tagen ein Kind geboren.  © MDR/Thomas Kasper

Unter ihnen ist Sigi, der auf der Straße sitzt, obwohl er reich sein könnte. Sein Vater war wohlhabend und hat ihm Immobilien vererbt. Doch Sigi ist alkoholkrank, um seine Erbschaftsangelegenheiten kann er sich nicht kümmern.

Wie Sigi trinkt auch Melanie. Die junge Frau bettelt vor dem schicken Hauptbahnhof - und ist im achten Monat schwanger. Wie stellt sie sich ihr Leben mit einem Neugeborenen vor?

Jan wurde an seinem 18. Geburtstag aus dem Jugendheim geworfen. Er zog ins Obdachlosenheim und vertreibt sich die Zeit am Hauptbahnhof. Hier teilt man ähnliche Schicksale miteinander, hier hält man zusammen. Die Welt da draußen hat Leute wie Sigi, Melanie und Jan offenbar verstoßen. Auf eine kleine, gemütliche Wohnung hoffen die Obdachlosen vom Leipziger Hauptbahnhof schon lange nicht mehr.

Wie sie und rund 52.000 andere wohnungslose Menschen in Deutschland leben, zeigt der MDR an diesem Mittwoch um 20.45 bei "Exakt - die Story".

Die obdachlose Nadine mit ihrem Kumpel Uwe beim Abendbrot in einer Lagerhalle hinter dem Bahnhof – Außentemperatur: 10 Grad Minus.
Die obdachlose Nadine mit ihrem Kumpel Uwe beim Abendbrot in einer Lagerhalle hinter dem Bahnhof – Außentemperatur: 10 Grad Minus.  © MDR/Thomas Kasper

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