Experten: So finanziert sich die rechte Szene in Thüringen

Bei den Konzerten werde die Szene vernetzt, so die Experten der Beratungsstelle.
Bei den Konzerten werde die Szene vernetzt, so die Experten der Beratungsstelle.  © 123RF

Erfurt - Rechtsrock-Konzerte dienen nach Einschätzung der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Thüringen (Mobit) vor allem der Vernetzung der Szene.

"Es entsteht und verstärkt sich der Szenezusammenhalt und die Vergewisserung, nicht allein zu sein. Sie vernetzen die politischen Hardliner mit eher unbedarften Szenegängern, wirken über Partei- und Organisationsgrenzen hinweg", sagte Mobit-Berater Stefan Heerdegen.

Zudem sind sie nach Ansicht von Experten wichtig für die Finanzierung der Szene - gerade bei den Festivals durch die Einnahmen unter anderem aus Tickets und Getränkeverkauf.

Einzelne rechte Konzertveranstalter könnten gut davon leben, berichtete Heerdegen. Wohl auch deshalb bemühen sich vor allem die Veranstalter der Konzerte nach Einschätzung der Polizei, als gesetzestreue Bürger zu erscheinen.

Straftaten im Zusammenhang mit Konzerten oder Festivals reichen laut Polizei von Propagandadelikten bis hin zu Körperverletzungen und Landfriedensbruch sowie Widerstand gegen Polizeibeamte.


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