Explosion im Allgäu: Mehrere Menschen in den Trümmern verschüttet

Rettenbach am Auerberg - In einem Haus im Landkreis Ostallgäu hat es am Sonntag eine Explosion gegeben.

Einsatzkräfte räumen an einem zerstörten Haus Schutt beiseite. In den Morgenstunden kam es dort zu einer Explosion, Menschen wurden dabei verschüttet.
Einsatzkräfte räumen an einem zerstörten Haus Schutt beiseite. In den Morgenstunden kam es dort zu einer Explosion, Menschen wurden dabei verschüttet.  © DPA

Nach der Explosion in dem Haus liege das Dach des dreistöckigen Gebäudes nun auf dem Erdgeschoss auf, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Informationen über Verletzte gebe es bislang keine.

Es sei allerdings nicht ausgeschlossen, dass noch Menschen in dem Gebäude eingeschlossen seien. An der Adresse in Rettenbach am Auerberg sind demnach sieben Menschen gemeldet.

Weitere Angaben konnte die Polizei zunächst nicht machen. Die genauen Umstände der Explosion sind noch nicht bekannt.

Update 11.30 Uhr Die Explosion soll so schwer gewesen sein, dass noch zwei andere Häuser beschädigt wurden. Nach aktuellen Informationen werden vier Personen vermisst.

Update 12.30 Uhr Laut Polizeiangaben soll eine Familie und ein jüngeres Pärchen in dem Haus gewohnt haben. Zwei Kinder und das Pärchen befanden sich zum Unglückszeitpunkt nicht im Haus. Die Mutter konnte schwer verletzt geborgen werden, ihr Mann und ein Sohn der Familie werden derzeit vermisst. 170 Einsatzkräfte suchen unter anderem mit Spürhunden nach den Verschütteten.

Hausexplosion im Allgäu: Rettungskräfte bergen Schwerverletzte

Rettungskräfte suche in den Trümmern nach den Vermissten.
Rettungskräfte suche in den Trümmern nach den Vermissten.  © DPA

Update 14 Uhr: Nach der Haus-Explosion im Landkreis Ostallgäu haben Rettungskräfte am Mittag eine schwer verletzte Frau geborgen. Vier weitere Personen würden noch in den Trümmern vermutet, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Als Ursache des Unglücks am Sonntag in Rettenbach am Auerberg wird nach Angaben des Sprechers inzwischen eine Gas-Explosion vermutet.

Bilder von vor Ort zeigen nur noch einen Trümmerhaufen, wo zuvor das Haus gestanden haben soll. Betroffen von der Explosion ist mindestens ein weiteres Haus.

Trümmer liegen verstreut auf der Straße. Zahlreiche Helfer von Feuerwehr und Bayerischem Roten Kreuz sind vor Ort.

Nach Wohnhaus-Explosion noch zwei Verschüttete

Update 15.00 Uhr Nach der Explosion eines Wohnhauses im Allgäu suchen die Rettungskräfte noch nach zwei Verschütteten. Dabei handelt es sich Informationen der Polizei zufolge um den Ehemann sowie eines ihrer gemeinsamen Kinder, ein Mädchen. Die Mutter war am Sonntagmittag schwer verletzt aus den Trümmern geborgen worden.

Zunächst hatte die Polizei befürchtet, dass bei der Explosion des dreistöckigen Gebäudes in einem Wohngebiet in Rettenbach am Auerberg sogar sieben Menschen verschüttet sein könnten - denn so viele Menschen waren als wohnhaft in dem Haus gemeldet. Wie sich herausstellte, war jedoch eine vierköpfige Familie zum Zeitpunkt des Unglücks außer Haus.

Es wurde damit gerechnet, dass die Suche und die Bergungsarbeiten bis in die späten Abendstunden oder die Nacht andauern könnten. Insgesamt 340 Retter arbeiteten teilweise mit bloßen Händen bei der Suche nach den Verschütteten.

Die Ursache des Unglücks war am Nachmittag noch unklar. Vermutungen, es könnte sich um eine Gas-Explosion handeln, wurden von der Polizei zunächst nicht bestätigt.

Helfer tragen Teile eines zerstörten Wohnhauses ab. In den Morgenstunden kam es dort zu einer Explosion, Menschen wurden dabei verschüttet.
Helfer tragen Teile eines zerstörten Wohnhauses ab. In den Morgenstunden kam es dort zu einer Explosion, Menschen wurden dabei verschüttet.  © DPA
Von dem Haus sind nur noch Trümmer übrig.
Von dem Haus sind nur noch Trümmer übrig.  © News5/ Liss
Durch die Explosion wurden auch die Nachbarhäuser beschädigt.
Durch die Explosion wurden auch die Nachbarhäuser beschädigt.  © News5/ Liss
In Rettenbach am Auerberg im Ostallgäu kam es am Sonntag zu einer Explosion.
In Rettenbach am Auerberg im Ostallgäu kam es am Sonntag zu einer Explosion.  © Screenshot Google Maps

Titelfoto: DPA


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