Nach Explosion in Döbeln: Wurde auch Berliner AfD-Parteibüro gezielt angegriffen?

Berlin - Nach einer schweren Explosion vor einem AfD-Büro im sächsischen Döbeln am Donnerstagabend (TAG24 berichtete) kam es am frühen Sonntagmorgen zu Farbbeutelanschlag auf das Partei- und Bürgerbüro der AfD in Berlin.

Vor dem AfD-Büro in Döbeln (Sachsen) ist es am Donnerstag zu einer Explosion gekommen.
Vor dem AfD-Büro in Döbeln (Sachsen) ist es am Donnerstag zu einer Explosion gekommen.  © Sören Müller

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, entdeckte eine Streife des Objektschutzes am frühen Sonntagmorgen kurz nach 3 Uhr die Beschädigung an der Jalousie des Büros im Jungfernstieg im Stadtteil Lichterfelde.

In den vergangenen Wochen häuften sich die Anschläge auf AfD-Büros. Erst Mitte Dezember war das Büro der AfD in Borna, das etwa eine Fahrtstunde von Döbeln entfernt ist, beschädigt worden. Unbekannte warfen laut Polizei eine Mauerabdeckplatte gegen die Fensterscheibe.

Im September waren das AfD-Büro in Chemnitz und das Büro des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier in Dresden das Ziel von Anschlägen: Beide Büros waren mit Farbe beschmiert worden. Erst am Samstag wurde im niedersächsischen Meppen (Kreis Emsland) das Wohnhaus eines AfD-Politikers mit roter Farbe beschmiert und der Garten vor dem Gebäude verwüstet, wie TAG24 berichtete.

Über die Hintergründe zur Tat in Berlin und mögliche Täter konnte die Polizei keine Angaben machen. Ob ein Zusammenhang zu den zurückliegenden Anschlägen gibt, ist noch unklar.

Die weiteren Ermittlungen übernahmen der Polizeiliche Staatsschutz und das Landeskriminalamt.

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