Gaskartusche auf Ofen abgestellt: Explosion zerstört Wohnungen

Geesthacht - Ein lauter Knall und eine enorme Druckwelle haben am Freitag gegen 17.15 Uhr die Bewohner im Pommernweg im schleswig-holsteinischen Geesthacht aufgeschreckt. In einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gab es eine Explosion.

In diesem Haus in Geesthacht kam es zur Explosion.
In diesem Haus in Geesthacht kam es zur Explosion.  © Florian Büh

Türen flogen aus den Angeln, Scheiben zerbarsten, Glassplitter flogen durch Wohnungen und blieben in Wänden stecken.

Den Rettungskräften bot sich ein Bild der Zerstörung.

"Es grenzt an ein Wunder, dass niemand wirklich verletzt wurde", sagte Sascha Tönnies von der Gemeindefeuerwehr Geesthacht.

Vier Menschen sollen Knalltraumata erlitten haben, berichten die Lübecker Nachrichten.

Auslöser der Explosion war vermutlich eine Gaskartusche (300 ml) zum Nachfüllen von Feuerzeugen, die auf einem brennenden Ethanolofen abgestellt war.

Durch die Hitze des Ofens dehnte sich die Kartusche schlagartig aus und es kam zum großen Knall.

Möglicherweise gab es dann eine Kettenreaktion und auch das Gas des Ethanolofens entzündete sich.

Die folgende Druckwelle der Explosion beschädigte mehrere Wohnungen. Das Haus und ein Nachbargebäude wurden am Abend durch Polizei und Feuerwehr evakuiert.

Ein Statiker soll nun untersuchen, ob Einsturzgefahr besteht. Die Ermittlungen zum genauen Hergang dauern an.

Die Wucht der Explosion riss Türen aus den Angeln und zerstörte Glasscheiben.
Die Wucht der Explosion riss Türen aus den Angeln und zerstörte Glasscheiben.  © Florian Büh

Titelfoto: Florian Büh

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