Explosion in Innenstadt von Lyon: Acht Verletzte, Passanten sollen Zentrum meiden

Lyon (Frankreich) - In der Innenstadt der südfranzösischen Stadt Lyon hat sich eine Explosion ereignet. Es gibt bereits einen schlimmen Verdacht.

Soldaten der französischen Anti-Terror-Einheit "Vigipirate Mission" stehen auf einer Straße und sichern ein Gebiet ab.
Soldaten der französischen Anti-Terror-Einheit "Vigipirate Mission" stehen auf einer Straße und sichern ein Gebiet ab.  © Sebastien Erome/AP/dpa

Laut Medienberichten wurden am frühen Freitagabend gegen 17.30 Uhr mehrere Menschen verletzt. Die zuständige Präfektur rief Passanten auf, das Gebiet zu meiden, und richtete einen Sicherheitsbereich ein.

Laut "N-TV" sprechen mehrere Medien von einer Paketbombe, die in der Fußgängerzone detoniert sei. Zumindest bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, dass in diese Richtung ermittelt werde.

Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar.

Update 18.51 Uhr

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (41) hat nach der Explosion in Lyon von einem "Angriff" gesprochen. Es gebe zum jetzigen Zeitpunkt keine Toten, sagte er am Freitagabend im Interview des YouTubers Hugo Travers.

Ein Fahrzeug der französischen Anti-Terror-Einheit "Vigipirate Mission" steht in der Nähe des abgesperrten Tatorts.
Ein Fahrzeug der französischen Anti-Terror-Einheit "Vigipirate Mission" steht in der Nähe des abgesperrten Tatorts.  © Sebastien Erome/AP/dpa

Nach Angaben der Präfektur wurden bei der Explosion in der ostfranzösischen Stadt am frühen Abend acht Menschen verletzt. Die Staatsanwaltschaft geht nach Medienberichten dem Verdacht einer Briefbombe nach.

Update 19.17 Uhr

Die Polizei fahndet nach einem Mann. Das teilte ein Sprecher am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach Medienberichten soll der Verdächtige mit einem Fahrrad geflohen sein.

Update 19.26 Uhr

Nach der Explosion in Lyon mit mehreren Verletzten haben Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend in Paris.