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Explosionen und Tote während Länderspiel in Paris

Paris - Während des Länderspiels zwischen Frankreich und Deutschland gab in Paris eine Schießerei und Explosionen mit mehreren Toten.
In der Konzerthalle "Ba-Ta-Clan" wurden wohl 100 Menschen getötet.
In der Konzerthalle "Ba-Ta-Clan" wurden wohl 100 Menschen getötet.

Paris - Zehn Monate nach dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" ist Paris von einer beispiellosen Terrorserie erschüttert worden. Bei Anschlägen an mehreren Orten wurden am Freitagabend während des Länderspiels Frankreich gegen Deutschland nach Medienberichten mindestens 120 Menschen getötet, viele weitere zum Teil schwer verletzt. MOPO24 berichtete im Liveticker.

MOPO24 berichtet aktuell von den Entwicklungen

07:45: Ob es auch Deutsche unter den mehr als 120 Toten gibt, ist noch ungewiss. "Das Auswärtige Amt hat noch am Abend einen Krisenstab eingerichtet, der mit der Botschaft Paris und den französischen Behörden die ganze Nacht über in Kontakt stand", sagte ein Sprecher am Samstagmorgen in Berlin. Der Krisenstab wird am Samstagvormittag zu einer Sitzung zusammenkommen.

02:30 Uhr: Video zum aktuellen Stand. Es sollen wohl insgesamt fünf Attentäter von den Sicherheitskräften getötet worden sein.

02:19 Uhr: Abseits der unmittelbaren Anschlagsorte zeigt die Pariser Polizei Präsenz. Beamte durchsuchen eine Straße im Stadtviertel Faubourg Saint-Germain im siebten Arrondissement.

02:11 Uhr: Nach Angaben von Frankreichs Präsident François Hollande gibt es nach den Angriffen in Paris zahlreiche Verletzte. "Es gibt viele Verletzte. Schwerverletzte, Geschockte, geschockt von dem, was sie gesehen haben", sagte er am Samstagmorgen beim Konzertsaal "Bataclan". Hollande kündigte an, "unerbittlich" gegenüber Terroristen zu sein. "Das ist eine Barbarei."

02:09 Uhr: Aus Solidarität leuchtet in New York das Empire State Building, ebenso wie das Wembley Stadion in London, in den französischen Nationalfarben Rot-Weiß-Blau.

02:00 Uhr: Flug- und Bahnverkehr sollen zunächst regulär weiterlaufen. American Airlines haben aber vorerst ihre Flüge nach Paris eingestellt.

01:58 Uhr: Die deutschen Fußball-Nationalspieler sollen nach den Terroranschlägen in Paris offenbar in mehreren Kleinbussen aus dem Stade de France befördert werden. Dem Vernehmen nach wurde eine Fahrt im Mannschaftsbus des Weltmeisters aus Sicherheitsgründen als nicht sinnvoll eingeordnet. Der schwarze Teambus ist sehr auffällig, auf ihm prangt groß der Schriftzug "Die Mannschaft".

01:55 Uhr: Die Nachrichtenagentur AFP berichtet von mindestens 120 Toten in Paris. Rund um die Konzerthalle Bataclan bietet sich ein Bild des Grauens. Mehrere abgedeckte Leichen sind zu sehen.

01:51 Uhr: Auch in Berlin hat die Polizei rund um die französische Botschaft ihre Präsenz verstärkt.

01:42 Uhr: Frankreichs Präsident François Hollande und Regierungschef Manuel Valls sind zum Club "Bataclan" gefahren. Das teilte der Élyséepalast in Paris mit. Am Eiffelturm wurden die Lichter gelöscht.

01:33 Uhr: Frankreichs Staatspräsident François Hollande wird wegen der Anschlagsserie in Paris nicht am G20-Gipfel wichtiger Industrie- und Schwellenländer teilnehmen. Das teilte der Elysée-Palast am Samstagmorgen mit.

01:30 Uhr: Die Polizei in Paris hat dazu aufgerufen, nichts über Standorte der Beamten oder Fotos zu posten, um den sich auf der Flucht befindenden Terroristen nicht zu helfen.

01:29 Uhr: NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Frankreich die Unterstützung des Militärbündnisses zugesichert. Die NATO stehe im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs. "Terrorismus wird nie die Demokratie besiegen", sagte Stoltenberg.

01:19 Uhr: Beim Versuch der Polizei, die Geiselnahme zu beenden, seien laut AFP drei der Angreifer getötet worden. Die Täter waren auch mit Bomben bewaffnet. Nach Informationen des Radiosender France-Info sind weitere Terroristen noch auf der Flucht.

01:13 Uhr: Bei dem Terrorangriff auf die Konzerthalle Bataclan hat es wohl mehr als 100 Tote gegeben. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf Ermittler.

01:06 Uhr: Französische Facebook-Nutzer erhalten folgende Nachricht auf ihre Handys: "Geht es Ihnen gut? Es scheint, dass sie sich in dem Bereich befinden, der von Terrorattacken in Paris betroffen ist. Informieren Sie Ihre Freunde, dass es Ihnen gut geht."

00:59 Uhr: Bei dem Angriff im Club Bataclan haben die Angreifer "Allah ist groß" gerufen. Das berichten laut Spiegel Online zahlreiche Augenzeugen und mehrere Nachrichtenagenturen.

00:57 Uhr: Für Personen, die Angehörige in Paris suchen, gibt es ab sofort eine Notfallhotline. Tel. 0800/40 60 05. Wer selbst gerade in der Stadt ist und schnellstmöglich von der Straße will: Unter dem Hashtag #PorteOuverte findet Ihr Privatpersonen, die Euch Unterschlupf gewähren.

00:54 Uhr: Die Polizei hat den Konzertsaal Bataclan offenbar gestürmt und die Geiselnahme beendet. Zwei Attentäter sollen tot sein.

00:50 Uhr: Kanzleramtschef Peter Altmaier twitterte am Abend: "Wir weinen um die unschuldigen Toten von Paris. Aber wir werden uns niemals beugen dem Hass, dem Fanatismus und der Gewalt!"

Die Anschlagsorte

00:48 Uhr: Eine verletzte Person wird von Rettungskräften aus dem Bataclan abtransportiert. Die Musiker der Band "Eagles of Death Metal" sollen sich außerhalb der Location befinden, allerdings scheinen sich noch Crew-Mitglieder im Innern aufzuhalten.

00:45 Uhr: Die Taxis in Paris fahren die Menschen derzeit kostenlos durch die Stadt.

00:41 Uhr: In dem von einer Geiselnahme betroffenen Pariser Club Bataclan hat die Polizei einen Zugriff begonnen. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittler.

00:34 Uhr: Le-Monde-Reporter Nicolas Chapuis berichtet per Twitter, dass es eine Reihe von Explosionen an der Konzerthalle Bataclan gegeben habe. Zuvor habe man eine Stunde lang nichts gehört.

00:32 Uhr: Die Nachrichtenagentur AFP spricht inzwischen von sieben verschiedenen Anschlagsorten.

00:27 Uhr: Laut BR24 twittern Geiseln aus dem Konzertsaal, dass dort Hinrichtungen stattfinden und bitten die Polizei um Stürmung. Andere schicken Nachrichten mit ihrem Aufenthaltsort in dem Gebäude und flehen um Hilfe.

00:25 Uhr: Es soll zwei Selbstmordattacken am Stadion gegeben haben, dazu war offenbar eine Bombe platziert.

00:23 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft soll das Stadion kurz nach Mitternacht verlassen haben.

00:16 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass es sich um Anschläge handelt. „Ich bin tief erschüttert von den Nachrichten und Bildern, die uns aus Paris erreichen“, erklärte die Kanzlerin. Ihre Gedanken seien „bei den Opfern der offensichtlich terroristischen Angriffe, ihren Angehörigen sowie allen Menschen in Paris“.

00:13 Uhr: In diesem Video ist noch einmal die Explosion während des Spiels vor dem Stadion zu hören.

00:09 Uhr

0:12 Uhr: Die Krankenhäuser in Paris haben den sogenannten Plan "Blanc" ausgerufen. Dieser wird sonst nur bei Epidemien angewandt.

0:06 Uhr: Ein französischer Reporter erlebte den Überfall auf den Konzertsaal als Augenzeuge. Junge Männer hatten während des Konzertes der amerikanischen Heavy Metal-Band "Eagles of Death Metal" unmaskiert und schweigend um sich geschossen, wahllos Menschen getötet und seelenruhig ihre Waffen nachgeladen. Der Reporter berichtete von bis zu 25 Toten in der Halle.

0:02 Uhr: Inzwischen ist von insgesamt sechs Tatorten die Rede. NTV-Terrorismusexperte Michael Ortmann erklärt, dass es sich wohl um eine koordinierte Aktion eines großen Netzwerkes gehandelt hat. Die Täter sollen sehr gezielt und ruhig vorgegangen sein.

23:59 Uhr: Der Staatspräsident hat den Notstand ausgerufen und den Notfallplan Terrorismus in Kraft gesetzt. Die französischen Grenzen werden wohl mit sofortiger Wirkung geschlossen.

23:55 Uhr: Die ersten kleineren Personengruppen wurden aus der Konzerthalle (wo sich wohl rund 1000 Besucher aufhielten) befreit. Die Pariser werden dazu aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Die komplette Isle de France wurde für den Verkehr gesperrt. Außerdem hat Staatspräsident Hollande angekündigt, dass Frankreich seine Grenzen schließen wird.

23:49 Uhr: Zwei weitere Schießereien am Louvre und dem Einkaufszentrum Les Halles werden gemeldet. Die Menschen in Paris werden gewarnt, mit der U-Bahn zu fahren.

23:47 Uhr: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (59, SPD) hat sich erschüttert und entsetzt über die Attacken von Paris geäußert. "Wir stehen an der Seite Frankreichs", sagte Steinmeier am Freitagabend in der französischen Hauptstadt.

23:40 Uhr: Ein Journalist von Europe1 hat berichtet, dass mehrere junge Männer unmaskiert in den Konzertsaal gestürmt sind und 12 bis 15 Minuten um sich geschossen haben.

23:35 Uhr: BFMTV berichtet von 60 Toten. Außerdem sollen 50 Verletzte in Lebensgefahr schweben. Angeblich habe einer der Angreifer gerufen: "Das ist für Syrien". Am Plas de la Republic soll es ebenfalls eine Schießerei gegeben haben. Auch am Stade de France gibt es viele Verletzte (F.u.).

23:31 Uhr: Die Polizei stürmt das Café der Konzerthalle "Ba-Ta-Clan" der Geiselnahme. Schüsse fallen, die Geiselnehmer sind mit Pumpguns bewaffnet.

23:23 Uhr: Die Polizei bestätigt, dass es an mindestens drei Stellen in Paris Anschläge gab. Ob es zwischen den Ereignissen einen Zusammenhang gibt, ist noch unklar.

23:21 Uhr: Laut französischer Polizei gab es 35 Tote, der Fernsehsender BFMTV spricht sogar von 40 Opfern. In der Konzerthalle (F. u.) werden unter Umständen 100 Menschen als Geiseln gehalten.

23:14 Uhr: Staatschef François Hollande (61) und Innenminister Bernard Cazeneuve (52) sind in den Krisenstab im Innenministerium zusammengekommen. Auch Premier Manuel Valls (53) ist dabei.

23:10 Uhr: Nach Meldungen von Reuters ist die Zahl der Opfer inzwischen auf 30 gestiegen. In der Nähe der Konzerthalle Ba-Ta-Clan, in der heute ein Heavy-Metal-Konzert stattfinden sollte, sollen weiter Schüsse zu hören sein.

23:03 Uhr: Das Spiel ist beendet. Viele Zuschauer stürmen auf den Rasen, sie dürfen das Stadion derzeit nicht verlassen. Viele versuchen mit ihren Verwandten außerhalb des Stadions in Kontakt zu treten.

22:59 Uhr: Inzwischen ist von 26 Toten die Rede. 15 davon sollen an der Konzerthalle, wo die Geiseln genommen sind, gefunden worden sein.

22:45 Uhr: Laut französischer Polizei wurden in einer Konzerthalle in Paris 60 Geiseln genommen.

22:42 Uhr: Die Tore des Stadions sind geschlossen. Alle Zuschauer müssen im Stadion bleiben. Offenbar waren für die Explosionen Granaten verantwortlich, die in Richtung des Stadions geworfen wurden. Laut dem französischen Sender TF1 wurden vor dem Stadion zwei zerfetzte Leichen gefunden. Möglicherweise Selbstmordattentäter.

Erster Stand um 22:35 Uhr

Nach ersten Informationen gab es in der Nähe des Stadions drei Explosionen. Diese waren in der 1. Halbzeit bis ins Stadion zu hören.

Unmittelbar danach wurden der französische Präsident Hollande und der deutsche Außenminister Steinmeier von der Ehrentribüne in Sicherheit gebracht.

Außerdem soll mehrere Kilometer südlich auf der Rue de Charonne ein maskierter Mann auf der Terrasse des Restaurant Ba-Ta-Clan mit Kalaschnikows mehr als 100 Schüsse abgefeuert haben. Anderen Berichten zufolge wurde aus einem Auto gefeuert.

Nach französischen Medienberichten gibt es mindestens 40 Tote. Am Gare de Lyon soll es noch eine Bombendrohung geben.

Wie ARD-Moderator Tom Barthels während der Live-Übetragung des Spiels um 22:35 Uhr erklärte, durfte nach derzeitigem Stand niemand das Stadion verlassen.

Einsatzkräfte am Ort der Schießerei.
Einsatzkräfte am Ort der Schießerei.
Chaos und Angst in der Innenstadt von Paris.
Chaos und Angst in der Innenstadt von Paris.

Fotos: Twitter

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