Klima-Protest in Berlin geht weiter: Extinction Rebellion besetzen Brücken

Berlin - Am dritten Tag der Klimaproteste haben Anhänger von Extinction Rebellion um 3 Uhr in der Früh mit der Blockade der Marschallbrücke in der Nähe des Kanzleramts begonnen.

Anhänger von Extinction Rebellion haben die Marschallbrücke besetzt.
Anhänger von Extinction Rebellion haben die Marschallbrücke besetzt.  © Morris Pudwell

Mehrere Hundert Menschen seien auf der Brücke, teilte die Berliner Polizei am Mittwochmorgen mit. "Es ist so wie in den letzten Tagen auch", sagte eine Beamtin. "Es sind friedliche Personen, die dort sitzen."

Zu Verkehrsbehinderungen werde es aber sicherlich kommen. Mehrere Hundert Aktivisten übernachteten zudem erneut am Großen Stern im Stadtteil Tiergarten.

Aufgrund der Blockade an der Brücke hatte die Polizei die Zufahrten ab der Wilhelm - und Margarete-Steffin-Straße in beiden Richtungen gesperrt. Auch der Schiffbauerdamm sei auf unbestimmte Zeit gesperrt worden. Zu Einschränkungen soll es auch auf den Buslinien 100, 147 und 245 kommen.

"Sobald die Politik auf unsere Forderungen reagiert, würden wir die Brücke freigeben", erklärte XR-Aktivist Marco Gergele. Ansonsten bleibe man so lange vor Ort, wie man schaffe.

Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in der Hauptstadt angekündigt. Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben.

Update, 22.13 Uhr: Keine neuen Blockaden nahe Soli-Kundgebungen

Angesichts des Angriffs auf eine Synagoge in Halle und des Einmarschs türkischer Truppen in Syrien hat die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion Rücksicht bei ihren Protesten auf entsprechende Solidaritätsbekundungen angekündigt.

Es werde vor, nach und in der Nähe dieser Kundgebungen zunächst keine neuen Blockaden geben, sagte eine Sprecherin der Bewegung der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend. Die bestehenden Blockaden, etwa die auf der Marschallbrücke, sollten den Angaben zufolge aber bestehen bleiben.

Am Abend hatte es nach dem Angriff in Halle etwa eine Solidaritäts-Veranstaltung an der Synagoge in der Oranienburger Straße gegeben, an der auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnahm. Am Brandenburger Tor kamen laut Polizei deshalb ebenfalls zahlreiche Menschen zusammen.

Laut Polizei hatte es auch eine angemeldete Veranstaltung am Hermannplatz mit Bezug zum Syrienkrieg gegeben, an der allerdings nur wenige Leute teilnahmen.

Update, 18.25 Uhr Extinction Rebellion besetzen Oberbaumbrücke

 Aktivisten der Klimabewegung "Extinction Rebellion" haben während ihrer Aktionswoche "Berlin blockieren" die Zufahrten zum Großen Stern an der Siegessäule besetzt und stehen mit einem Sarg mit der Aufschrift "Mother Earth auf dem Kreisverkehr.
Aktivisten der Klimabewegung "Extinction Rebellion" haben während ihrer Aktionswoche "Berlin blockieren" die Zufahrten zum Großen Stern an der Siegessäule besetzt und stehen mit einem Sarg mit der Aufschrift "Mother Earth auf dem Kreisverkehr.

Nach diversen Protestaktionen in Berlin am Mittwoch haben zahlreiche Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion nach Angaben der Polizei am Nachmittag auch die Oberbaumbrücke besetzt.

Auch zu einer angemeldeten Versammlung am Kurfürstendamm Ecke Jochimstaler Straße seien mehrere Hundert Demonstranten gekommen, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Update, 17.57 Uhr: Protest verursacht "mittleres Chaos"

Aktivisten der Klimabewegung "Extinction Rebellion" haben während ihrer Aktionswoche "Berlin blockieren" die Marschallbrücke blockiert.
Aktivisten der Klimabewegung "Extinction Rebellion" haben während ihrer Aktionswoche "Berlin blockieren" die Marschallbrücke blockiert.  © Christophe Gateau/dpa

Die Klimaschutz-Initiative Extinction Rebellion hat an ihrem dritten Protesttag in Berlin mehrere Brücken blockiert und so Verkehrsbehinderungen verursacht.

Die Polizei räumte am Mittwoch zugleich den seit Montag besetzten zentralen Kreisverkehr an der Siegessäule.

Update, 15.45 Uhr: Umweltaktivisten besetzen auch Jannowitzbrücke

Aktivisten der Bewegung "Extinction Rebellion" blockieren die Jannowitzbrücke.
Aktivisten der Bewegung "Extinction Rebellion" blockieren die Jannowitzbrücke.  © Christoph Soeder/dpa

Rund 200 Umweltaktivisten von Extinction Rebellion haben den Platz an der Jannowitzbrücke besetzt.

"Wir setzen erstmal auf die Kommunikation und wollen den Demonstranten die Möglichkeit geben, selbst den Platz zu verlassen", teile eine Sprecherin der Polizei am Mittwochnachmittag mit.

Der Verkehr war dort am Nachmittag in beide Richtungen gesperrt.

Zuvor hatten die Aktivisten unter anderem über WhatsApp zu "Bienenschwarm"-Aktionen in Berlin aufgerufen - also vielen einzelnen Protestaktionen in der Stadt. Nach Angaben eines dpa-Reporters ist die Mühlendammbrücke, die seit den Morgenstunden besetzt war, wieder geräumt, für den Verkehr aber weiterhin gesperrt.

Auch die Marschallbrücke wird weiterhin von Demonstranten blockiert. Am Nachmittag waren außerdem Aktionen am Kurfürstendamm geplant.

Demo von Extinction Rebellion in Berlin: Großer Stern wieder komplett geräumt

Update, 12.55 Uhr

Nach der Besetzung hat die Berliner Polizei den Großen Stern im Tiergarten komplett geräumt. In Kürze sollte auch der Verkehr wieder rollen. Die Anhänger von Extinction Rebellion hatten zuvor die Zufahrtsstraßen besetzt. Der westliche Teil der Straße des 17. Juni in Richtung Großer Stern und die Hofjägerallee in Richtung Süden waren jedoch bereits wieder frei.

Update, 11.55 Uhr

Nach der blockierten Altonaer Straße hat die Polizei am Mittwochvormittag auch den Spreeweg in Berlin-Tiergarten geräumt.

Anhänger von Extinction Rebellion protestieren direkt vor dem ARD-Hauptstadtstudio.
Anhänger von Extinction Rebellion protestieren direkt vor dem ARD-Hauptstadtstudio.

Update, 10.38 Uhr: Altonaer Straße geräumt!

Die Polizei hat am Mittwochvormittag die blockierte Altonaer Straße in Berlin-Tiergarten geräumt.

Unterdessen haben bis zu 200 Demonstranten der Umweltbewegung Extinction Rebellion die Mühlendammbrücke in Mitte besetzt, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Aktivisten von Extinction Rebellion hatten die Altonaer Straße und weitere Zufahrtsstraßen zum Großen Stern seit Montagmorgen besetzt. Der westliche Teil der Straße des 17. Juni in Richtung Großer Stern und die Hofjägerallee in Richtung Süden waren bereits wieder frei.

Die Mühlendammbrücke verbindet die Fischerinsel mit dem Molkenmarkt auf dem nordöstlichen Spreeufer.

Aktivisten der Bewegung "Extinction Rebellion" blockieren während der Aktionswoche "Berlin blockieren" den Mühlendamm an der Mühlendammbrücke.
Aktivisten der Bewegung "Extinction Rebellion" blockieren während der Aktionswoche "Berlin blockieren" den Mühlendamm an der Mühlendammbrücke.  © Christoph Soeder/dpa

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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