Tragödie in den Bergen: Bekannte Extremsportler tot aufgefunden!

Montreal (Kanada) - Seit Mittwoch galten David Lama (†28), Hansjörg Auer (†35) und Jess Roskelley (†36) als vermisst. Nun herrscht traurige Gewissheit: Die drei Weltklasse-Kletterer sind tot.

In den kanadischen Rocky Mountains sind die Leichen der drei verunglückten Extremsportler Hansjörg Auer, David Lama und Jess Roskelley gefunden worden.
In den kanadischen Rocky Mountains sind die Leichen der drei verunglückten Extremsportler Hansjörg Auer, David Lama und Jess Roskelley gefunden worden.  © 123RF (Symbolbild)

Ihre Leichen seien am Sonntag in den kanadischen Rocky Mountains gefunden worden, teilte der Banff-Nationalpark mit.

In einem Facebook-Post heißt es: "Am Sonntag, dem 21. April, wurden die Leichen aller drei Kletterer geborgen."

Die drei Extremsportler wurden offenbar Opfer eines Lawinenabgangs. Sie wollten den 3295 Meter hohen Berg Howse Peak im Nationalpark Banff über eine schwierige Route an der Ostseite besteigen.

Die Eltern von David Lama nahmen in einem rührenden Post auf seiner Facebook-Seite Abschied:

"David lebte für die Berge und seine Leidenschaft für das Klettern und Bergsteigen hat uns als Familie geprägt und begleitet. Er folgte stets seinem Weg und lebte seinen Traum. Das nun Geschehene werden wir als Teil davon akzeptieren", so Claudia und Rinzi Lama.

"Wir bedanken uns für die zahlreichen positiven Worte und Gedanken von nah und fern, und bitten um Verständnis, dass es keine weitere Stellungnahme von uns geben wird. Vielmehr bitten wir David mit seiner Lebensfreude, seiner Tatkräftigkeit und mit Blick Richtung seiner geliebten Berge in Erinnerung zu behalten."

Vor allem der Tiroler David Lama galt in der Kletterszene als Ausnahmetalent. Lama wurde zweimal Jugend-Weltmeister und gewann mit 16 bereits Vorstieg- und Boulder-Weltcups. 2009 sicherte er sich WM-Bronze im Vorstieg. Danach widmete er sich komplizierten Besteigungen verschiedenster Berge. Im Oktober 2018 gelang ihm die Erstbesteigung des etwa 6900 Meter hohen Lunag Ri in Nepal über den Westpfeiler.

Hansjörg Auer machte vor allem auf sich aufmerksam, weil er komplizierte Routen ohne jede Sicherung kletterte. Auch ihm gelangen zudem einige Erstbegehungen.

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